Marktbericht vom 14.07.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 14.07.2026, 08:00 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um zwei bis drei Cent pro Liter, bedingt durch die angespannte Lage im Nahen Osten und die eingeschränkte Versorgung, insbesondere durch Sanktionen gegen den Iran und Treibstoffknappheit in Russland. Aufgrund niedriger Lagerbestände und möglicher Engpässe wird ein weiterer Preisanstieg in den kommenden Wochen erwartet.

Marktbericht vom 14.07.2026

Heizöl-Markt aktuell: Preise ziehen weiter an - Warten wird gefährlich!

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 14.07.2026, 08:00 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um zwei bis drei Cent pro Liter, bedingt durch die angespannte Lage im Nahen Osten und die eingeschränkte Versorgung, insbesondere durch Sanktionen gegen den Iran und Treibstoffknappheit in Russland. Aufgrund niedriger Lagerbestände und möglicher Engpässe wird ein weiterer Preisanstieg in den kommenden Wochen erwartet.

Niedrigwasser wird zunehmend zum Problem - Engpässe bei Heizöl-Vorsorgung zu erwarten

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern weiter nach oben gesprungen und auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Bei den Heizöl-Notierungen wird es heute in Folge erneut zu kräftigen Aufschlägen kommen und weiteres Zuwarten bei der Bevorratung könnte sehr gefährlich werden.


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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 84,20 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.117 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1390 Dollar gehandelt. 

Der Kampf um die Straße von Hormus ist wieder im vollen Gange. Nachdem der Iran in den letzten Tagen wohl wiederholt Handelsschiffe attakiert hat und es seither wieder massive gegenseitige Angriffe gibt, will nun US-Präsident Trump die Vorherrschaft über die Meerenge übernehmen und für die Durchfahrt Zölle in Höhe von 20 Prozent kassieren. Außerdem kündigte er an, die See-Blockade für iranische Schiffe wieder einführen zu wollen. 
Bereits vor Tagen wurden die zwischenzeitlich ausgesetzten Sanktionen auf iranische Ölexporte wieder eingeführt, sodass nach Informationen aus Händlerkreisen Teheran große Mengen an Öl, die derzeit in Tankern gelagert sind, nicht verkaufen kann.
Das Ganze geht natürlich nicht spurlos an den Öl-Futures vorbei und so sind die Preise für Rohöl gestern erstmals seit Mitte Juni wieder deutlich über die 80-Dollar-Marke gestiegen. Bei Gasöl, das zusätzlich durch die Treibstoffknappheit in Russland getrieben wird, ist mittlerweile der höchste Stand seit knapp sechs Wochen erreicht.
Aber nicht nur die Versorgung mit Destillaten, also Heizöl und Diesel, steht auf wackeligen Beinen, auch bei Kerosin warnen unter anderem die Analysten von Reuters vor einer Verknappung - vorrangig in Europa. Zusätzlich könnten hier auch die mittlerweile recht niedrigen Pegelstände des Rheins zu einem Problem werden.
 
Am Devisenmarkt hat es der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar derzeit schwer. Die wieder höheren Ölpreise und die erneut unsichere Lage im Nahen Osten spielen dem Greenback in die Karten. So bewegt sich unsere Gemeinschaftswährung weiterhin auf dem niedrigsten Niveau seit Mai letzten Jahres.

Mit den Heizölpreisen geht es weiter steil nach oben. Auch heute muss wieder mit einem Plus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter gerechnet werden. Die Verbraucher zeigen sich enttäuscht und bleiben,  wie in den letzten Monaten, weiter im Käuferstreik. Doch das Zeitfenster für die Bevorratung zieht sich immer mehr zu. Schon in wenigen Wochen beginnt die nächste Heizperiode und nach dem letzten etwas kälteren Winter sind die Bestände auf ein sehr niedriges Niveau gefallen. Wer zuwartet riskiert nicht nur eine weitere Verteuerung, sondern womöglich auch einen Leerstand. Denn man muss kein Prophet sein um vorherzusehen, dass der Handel die in den nächsten Wochen zu erwartende Nachfrage nicht bewältigen kann. Dabei ist das Risiko durch die niedrigen Pegelstände und in Folge möglich leerlaufender Tankläger noch nicht einmal berücksichtigt!

Heizöl-Marktdaten

14.07.26, 10:00 Uhr
 
14.07.: 128,80 €
13.07.: 124,87 €
14.07.26, 10:00 Uhr
 
14.07.: 1.158,00 $
13.07.: 1.106,75 $
14.07.26, 10:00 Uhr
 
14.07.: 86,47 $
13.07.: 83,15 $
14.07.26, 10:00 Uhr
 
14.07.: 0,8776 €
13.07.: 0,8787 €

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