Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um ein bis zwei Cent pro Liter, bedingt durch höhere internationale Ölpreise und steigende Frachten infolge von Niedrigwasser. Die angespannte Lage im Nahen Osten erhöht das Risiko weiterer Preissteigerungen.
Marktbericht vom 23.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um ein bis zwei Cent pro Liter, bedingt durch höhere internationale Ölpreise und steigende Frachten infolge von Niedrigwasser. Die angespannte Lage im Nahen Osten erhöht das Risiko weiterer Preissteigerungen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten leider auch heute wieder mit Aufschlägen in den Handel und haben dabei den höchsten Stand seit mehreren Wochen erreicht. Auch Heizöl wird leider nicht billiger, es droht sogar eine weitere, möglicherweise drastische Verteuerung.
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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 96,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.249 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1430 Dollar gehandelt.
Die Lage im Nahen Osten hat sich weiter verschärft und eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nicht nur die Straße von Hormus, sondern auch die Meerenge von Bab al-Mandab und die Durchfahrt durch das Rote Meer sind wieder zum Risiko geworden, sodass eine weitere Verknappung der globalen Ölversorgung zu befürchten ist.
Gestern wurden von der Huthi-Miliz zwei Öltanker angegriffen, bereits am Dienstag gab es Meldungen, wonach einige Handelsschiffe nach Drohungen ihren Kurs ändern mussten. Bereits vor einigen Jahren wurde der Schiffsverkehr durch das Rote Meer massiv von den Huthis gestört.
Sollte auch diese Route dauerhaft gestört bleiben, muss mit einem weiteren deutlichen Anstieg der internationalen Ölpreise gerechnet werden und natürlich wären auch andere Güter bzw. Wirtschaftszweige davon betroffen. Das Investmenthaus Goldman Sachs hält es für denkbar, dass sich die Brent-Futures im laufenden dritten Quartal auf über 120 Dollar pro Barrel verteuern könnten.
Die gestern veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten spielten angesichts der neuen Situation am Ölmarkt nur eine untergeordnete Rolle. Über alle Produktbereiche wurden zwar leichte Bestandsaufbauten germeldet, dafür ist aber die Inlandsnachfrage um eine Million auf 20,5 Millionen Barrel pro Tag angestiegen. Im Großen und Ganzen konstant geblieben ist die Ölförderung mit einem Volumen von 13,8 Millionen Fass täglich.
Am Devisenmarkt setzt sich der Seitwärtstrend des Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar weiter fort. Heute steht die Sitzung der Europäischen Zentralbank auf der Agenda, von der sich die Händler Hinweise auf die künftige Zinsentwicklung erhoffen. Eine Änderung des Leitzinses wird bei diesem Treffen noch nicht erwartet.
Die Heizölpreise steigen leider auch heute weiter an. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Preistreibend wirken dabei nicht nur die gestiegenen internationalen Ölpreise, sondern auch die immer weiter steigenden Frachten in der Binnenschifffahrt infolge des Niedrigwassers. Zudem muss in nächster Zeit mit einer stark steigenden Nachfrage gerechnet werden, die den Handel vor eine enorme logistische Herausforderung stellen wird. Wer in diesem Umfeld fallende Heizölpreise erwartet, ist ein unerschütterlicher Optimist!
Die Ölpreise haben gestern angezogen, nachdem die Huthi-Rebellen nach eigenen Angaben den Schiffsverkehr durch die Meerenge von Bab al-Mandab zumindest gestört haben. In Folge geht es mit den Heizöl-Notierungen wieder nach oben.
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Bei Rohöl waren Abschläge zu beobachten, bei Gasöl eine seitwärts gerichtete Entwicklung. Diese ist heute auch bei den Heizöl-Notierungen zu erwarten.