Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise bewegen sich aktuell seitwärts mit leichtem Potenzial für Preissenkungen von bis zu einem Cent pro Liter. Grund dafür ist die angespannte Angebotslage aufgrund von Blockaden und Sanktionen, während die Nachfrageprognosen für 2026 nach unten korrigiert wurden.
Marktbericht vom 13.08.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise bewegen sich aktuell seitwärts mit leichtem Potenzial für Preissenkungen von bis zu einem Cent pro Liter. Grund dafür ist die angespannte Angebotslage aufgrund von Blockaden und Sanktionen, während die Nachfrageprognosen für 2026 nach unten korrigiert wurden.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zwar zwischenzeitlich nachgegeben, starten heute aber wieder fester in den Handel. Insgesamt bewegen sich die Notierungen damit auf Vortagesniveau seitwärts. Die Heizölpreise befinden sich generell ebenfalls in einem Seitwärtstrend haben aber Potential für leichte Abschläge.
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Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 88 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung September kostet zur Stunde 1.236 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1518 Dollar gehandelt.
Die Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC haben die Prognosen für die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2026 zwar nach unten angepasst, was den Markt zunächst etwas entlastet hat. Allerdings ist die geringere Nachfrage nicht auf eine schwächere Konjunktur zurückzuführen. Vielmehr fehlt aufgrund des knappen Angebots ein Teil des tatsächlichen Ölbedarfs.
Im Mittelpunkt steht daher weiterhin die angespannte Angebotslage. Die Blockade der Straße von Hormus, die ukrainischen Angriffe auf russische Ölanlagen sowie die Sanktionen der EU und USA gegen Russland haben das verfügbare Angebot deutlich reduziert. Zusätzliche Unsicherheit könnte entstehen, falls Russland seine jüngsten Drohungen wahr macht und Schiffe aus der EU beschlagnahmt.
Zudem bleibt unklar, wie viel Öl derzeit tatsächlich über die Straße von Hormus transportiert wird. Weil viele Schiffe ihre Ortungssysteme abgeschaltet haben, lässt sich das Exportvolumen aus dem Persischen Golf nur schwer einschätzen. Möglicherweise gelangt mehr Öl auf den Weltmarkt als bisher vermutet, gesicherte Erkenntnisse gibt es dazu jedoch nicht. Klar ist lediglich, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran offenbar festgefahren sind und sich die Sicherheitslage nach den jüngsten Angriffen auf Handelsschiffe weiter verschlechtert hat.
Analysten sehen deshalb weiterhin eine hohe Unsicherheit. Durch das Abschalten der Transpondersignale fehle dem Markt ein verlässlicher Überblick über die tatsächliche Versorgungslage. Marktbeobachter rechene damit, dass die Ölpreise volatil bleiben, solange die Straße von Hormus nicht wieder vollständig geöffnet ist und mehr Klarheit über das tatsächliche Angebot herrscht. Preisdämpfende Faktoren wie die zuletzt deutlich gestiegenen US-Ölbestände spielen deshalb derzeit kaum eine Rolle.
Die Risiken rund um die Straße von Hormus scheinen inzwischen weitgehend eingepreist zu sein. Auch Putins Drohungen sind bislang zu unkonkret, um die Märkte nachhaltig zu belasten.
Für den Heizölmarkt deutet sich daher zunächst etwas Spielraum für leichte Preisrückgänge an. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Minus von einem Cent als möglich erscheinen.
Die Ölpreise sind gestern deutlich gestiegen und starten auch heute auf einem entsprechend hohem Niveau in den Handelstag. In Folge bleiben auch die Heizölpreise hierzulande hoch.
Die Ölpreise starten leider mit deutlichen Aufschlägen in den Handelstag, nachdem die angespannte Lage im Nahen Osten die Hoffnung auf einen baldigen Frieden weiter schwinden lässt. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.