Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um zwei bis drei Cent pro Liter, bedingt durch weiter gestiegene Ölpreise und geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie reduzierte Ölexporte aus Russland. Die angespannte Lage und logistische Engpässe lassen kurzfristig keine Entspannung der Preise erwarten.
Marktbericht vom 18.08.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um zwei bis drei Cent pro Liter, bedingt durch weiter gestiegene Ölpreise und geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie reduzierte Ölexporte aus Russland. Die angespannte Lage und logistische Engpässe lassen kurzfristig keine Entspannung der Preise erwarten.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Handelsverlauf leider wieder deutlich ins Plus gedreht und auf Tageshoch geschlossen. In logischer Folge ziehen leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter an.
Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,60 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im September kostet zur Stunde 1.306 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1575 Dollar gehandelt.
Ein Frieden im Nahen Osten ist wieder in weite Ferne gerückt und die gegenseitigen Drohungen nehmen wieder zu. Weiterhin geht es vorrangig um die Herrschaft über die Straße von Hormus, die US-Präsident Trump nach einem Ende des Krieges für sich beziehungsweise die USA beansprucht hat.
Dies steht natürlich im krassen Widerspruch zu den Plänen des Iran, der zuletzt gemeinsam mit dem Oman eine Regelung ins Spiel gebracht hat. Nun hat Trump gestern auch Letzterem mit einem Militärschlag gedroht und dabei die bekannte üble Rhetorik verwendet, die sicherlich nicht zur Befriedung der Region beitragen dürfte.
Die neue Strategie der USA ist nun offenbar darauf ausgerichtet, den Iran über die Seeblockade wirtschaftlich immer stärker unter Druck zu setzen. Eine Verlängerung des Rahmenabkommens wird mittlerweile von beiden Seiten nicht mehr angestrebt und so muss man sich am Ölmarkt wohl noch auf eine längere Blockade der Meerenge einstellen.
Ebenso muss mit deutlich reduzierten Ölexporten aus Russland gerechnet werden, wo ein erheblicher Teil der Raffineriekapazitäten durch ukrainische Drohnenangriffe zerstört wurde, was eine Treibstoffknappheit ausgelöst hat.
Hinzu kommen die niedrigen Pegelstände in der Binnenschifffahrt, die zu hohen Frachtraten geführt haben. Somit bleiben die Aussichten auf fallende Heizölpreise äußerst schlecht.
Am Devisenmarkt musste der Euro gestern im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar leichte Verluste hinnehmen, die sich ebenfalls mit den schwindenden Aussichten auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten erklären lassen.
Die Heizölpreise ziehen heute deutlich an. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Weiterhin besorgniserregend ist die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher, die weiter auf fallende Notierungen hoffen und bei knappen Vorräten dabei Gefahr laufen, zu Beginn der Heizperiode leer zulaufen, da die Logistik des Handels spätestens in zwei bis drei Wochen komplett überlastet sein wird.
Die Ölpreise setzen ihren Seitwärtstrend der letzten Tage auch zum Start in die neue Handelswoche fort. Bei den Heizöl-Notierungen sind leichte Abschläge zu beobachten. Ingesamt bleibt das Abwärtspotenzial aber stark begrenzt.
Die Ölpreise starten nach einigen Schwankungen im gestrigen Handelsverlauf heute Morgen auf Vortagsniveau in den asiatisch geprägten Handel. Auch die Heizölpreise zeigen sich zunächst stabil und besitzen Potenzial für weitere Preisnachlässe.