Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute leicht bis moderat mit einem Anstieg von etwa zwei bis drei Cent pro Liter, bedingt durch eine gestiegene Inlandsnachfrage und Unsicherheiten am Ölmarkt. Es wird erwartet, dass die Preise im Tagesverlauf stabil bis leicht steigend bleiben könnten.
Marktbericht vom 27.08.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute leicht bis moderat mit einem Anstieg von etwa zwei bis drei Cent pro Liter, bedingt durch eine gestiegene Inlandsnachfrage und Unsicherheiten am Ölmarkt. Es wird erwartet, dass die Preise im Tagesverlauf stabil bis leicht steigend bleiben könnten.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern von den Verlusten der Vortage erholen können, starten heute Morgen aber schon wieder mit leichten Abschlägen. In Folge ziehen auch die Heizöl-Notierungen in der Eröffnung des Handels an.
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Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 86,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung September kostet zur Stunde 1.220 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum Dollar auf der Stelle und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,1660 Dollar gehandelt.
Mit den Meldungen über ein geplantes Abkommen zwischen dem Iran und dem Oman bezüglich einer Öffnung der Straße von Hormus sind die Ölpreise in den letzten Tagen unter Druck geraten.
Zudem gab es von verschiedenen Seiten Hinweise, dass die Durchfahrten zuletzt wieder deutlich zugenommen haben. US-Präsident Trump gab an, dass das Transportvolumen am Dienstag in etwa die Hälfte des normalen Niveaus erreicht haben sollen.
Gestern wurde dann vom Sprecher der islamischen Revolutionsgarde auch die Einigung mit dem Oman bezüglich der Aufteilung der Einnahmen verkündet, was am Markt aber keine weiteren Verkäufe mehr ausgelöst hat. Die Marktteilnehmer stören sich wohl zurecht daran, dass es hier keine Zustimmung seitens der USA gibt.
Mit ein Grund für die wieder anziehenden Rohöl- und Gasölpreise könnte auch eine befürchte Eskalation im Ukraine-Krieg sein. Der Besuch von CIA-Direktor Ratcliff in Moskau hatte wohl auch den Zweck, Moskau vor einem wohl geplanten oder zumindest in Erwägung gezogenen Angriff auf ein NATO-Land und vor einem Einsatz von taktischen Atomwaffen zu warnen. Dies bringt natürlich wieder verstärkt Unsicherheit in den Markt.
Auch die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) fielen tendenziell bullisch, also preistreibend aus. Bei den um diese Jahreszeit besonders wichtigen Destillaten gingen die Vorräte stärker als erwartet zurück, bei Rohöl blieb der erwartete Aufbau mehr oder weniger aus. Zudem ist die Gesamtnachfrage deutlich um 1,4 auf 20,9 Millionen Barrel pro Tag angestiegen.
Am Devisenmarkt konnte der Dollar gestern von guten US-Konjunkturdaten profitieren und im Vergleich zum Euro etwas zulegen. Aussagen von EZB-Direktorin Isabel Schnabel, die sich für eine baldige Zinserhöhung ausgesprochen hat, wirkten sich nicht spürbar auf die Kursfindung aus.
Die Heizölpreise hierzulande legen heute zum Start leicht bis moderat zu. Erste Preistendenzen lassen Aufschläge in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Stützend wirkt dabei weiter auch die deutlich belebte Inlandsnachfrage. Diese dürfte auch in den kommenden Tagen und Wochen hoch bleiben, da es am Markt weiterhin großes Nachholpotenzial gibt. Ölheizer mit geringem Tankvorrat sollten daher unbedingt rechtzeitig bestellen!
Die Ölpreise sind nach Bekanntgabe der API-Ölbestandsdaten gestern spätabends nochmals unter Druck geraten und starten heute entsprechend schwach. In Folge könnte es auch bei den Heizöl-Notierungen zu weiteren Abschlägen kommen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf etwas an Wert verloren und auf Tagestief geschlossen. Entsprechend geht es auch mit den Heizöl-Notierungen etwas abwärts.