Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen derzeit weiter an und es wird heute ein Anstieg von zwei bis drei Cent pro Liter erwartet. Ursache dafür sind vor allem die angespannte Versorgungslage durch Lieferengpässe und Raffinerieausfälle, insbesondere infolge von Angriffen und geopolitischen Problemen.
Marktbericht vom 08.09.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen derzeit weiter an und es wird heute ein Anstieg von zwei bis drei Cent pro Liter erwartet. Ursache dafür sind vor allem die angespannte Versorgungslage durch Lieferengpässe und Raffinerieausfälle, insbesondere infolge von Angriffen und geopolitischen Problemen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Während es bei Rohöl keine größeren Veränderungen gab, zogen die Gasöl-Futures weiter kräftig an. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.
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Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 98,40 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung September kostet zur Stunde 1.473 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar erneut gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1620 Dollar gehandelt.
Die Versorgungslage am Ölmarkt und hier speziell bei den Produkten bleibt angespannt bzw. verschlechtert sich weiter.
Die Gründe hierfür sind hinlänglich bekannt. Während die Versorgung mit Rohöl durch die Sperrung der Straße von Hormus und auch den Behinderungen bei der Durchfahrt durch das Rote Meer behindert und somit verknappt wird, bleiben die verringerten Raffineriekapazitäten Russlands das vorrangige Problem bei Kraftstoffen und Heizöl.
So haben die Gasölpreise gestern weiter kräftig zugelegt und stehen derzeit nur noch knapp unter der bisherigen Jahreshöchstständen von Anfang April.
Gestern wurde zudem ein neuer Angriff auf die Dschaizan-Raffinerie im Südwesten Saudi Arabiens vermeldet, die eine Verarbeitungskapazität von rund 400.000 Barrel pro Tag hat. Bereits im Juli wurde die Anlage von Huthi-Rebellen angegriffen. Die Reparaturarbeiten dauerten mehr als drei Wochen.
Nach dem gestrigen Feiertag in den USA werden heute wieder höhere Umsätze erwartet und es ist sicherlich nicht ausgeschlossen, dass die Ölpreise auch heute weiter ansteigen werden.
Neue Impulse erwarten sich die Händler von den in dieser Woche zur Veröffentlichung anstehenden Monatsberichten von EIA, OPEC und der IEA, sowie natürlich von den US-Ölbestandsdaten, die in dieser Woche erst am Mittwochabend (API) bzw. Donnerstagnachmittag (DOE) über die Ticker rollen.
Am Devisenmarkt gab es gestern wenig Kursbewegung, auch wegen dem Feiertag in den USA. Positive Konjunkturdaten aus der Eurozone und die Aussicht auf eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank bei ihrer Ratssitzung am Donnerstag, haben den Euro im Vergleich zum US-Dollar auch gestern wieder zu leichten Gewinnen verholfen.
Die Heizölpreise hierzulande kennen derzeit trotzdem leider nur noch die Richtung nach oben. Auch heute werden wieder Aufschläge in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent erwartet. Mittlerweile stehen die Notierungen nur noch knapp unterhalb den bisherigen Jahreshoch von Anfang April. Die Ölheizer halten sich in der Folge mit Bestellungen weiter zurück und somit vergrößert sich die Gefahr, dass bei einem plötzlichen Anspringen der Nachfrage zum Start in die Heizperiode nicht alle Haushalte in der erforderlichen Zeit bedient werden können. Wir raten daher weiterhin zu einer rechtzeitigen Bestellung, zumindest einer Teilmenge.
Die Ölpreise haben am Freitag nur vorübergehend leicht nachgegeben. Mit Start in den US-Handel zogen die Futures wieder an und auch heute Morgen stehen in Asien Pluszeichen an den Kurstafeln.
Die Ölpreise starten nach dem starken Anstieg der vergangenen Tage etwas niedriger in den letzten Handelstag der Woche. Auch die Heizölpreise haben deshalb heute leichtes Abwärtspotenzial, befinden sich aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.