Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute auf einem neuen Jahreshoch. Grund dafür sind vor allem die Unsicherheiten bei der Ölversorgung aus dem Nahen Osten, insbesondere durch den Ausfall der wichtigen Pipeline in Saudi-Arabien und die anhaltenden geopolitischen Spannungen. Hinzu kommen die zuletzt stark gestiegene Inlandsnachfrage und begrenzte Logistikkapazitäten.
Marktbericht vom 15.09.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute auf einem neuen Jahreshoch. Grund dafür sind vor allem die Unsicherheiten bei der Ölversorgung aus dem Nahen Osten, insbesondere durch den Ausfall der wichtigen Pipeline in Saudi-Arabien und die anhaltenden geopolitischen Spannungen. Hinzu kommen die zuletzt stark gestiegene Inlandsnachfrage und begrenzte Logistikkapazitäten.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. Auch die Heizölpreise starten heute auf einem neuen Jahreshoch in den Handel.
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Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 107 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Oktober kostet zur Stunde rund 1.504 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1530 Dollar gehandelt.
Die Rohölpreise sind am Montag erneut gestiegen, konnten ihre anfänglichen Höchststände im weiteren Handelsverlauf allerdings nicht halten. Auch heute starten die Ölkontrakte an ICE und NYMEX mit Aufschlägen. Für Unterstützung sorgen weiterhin die Sorgen vor möglichen Ausfällen der Ölversorgung aus dem Nahen Osten.
Im Mittelpunkt steht derzeit vor allem Saudi-Arabien. Nach den Angriffen vom Freitag wurde die wichtige Ost-West-Pipeline vorübergehend außer Betrieb genommen. Einen konkreten Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme gibt es bislang nicht. Die Pipeline ist aktuell besonders wichtig, da sie eine alternative Exportroute zur blockierten Straße von Hormus darstellt. Zuletzt wurden darüber rund vier Millionen Barrel Öl pro Tag zum Rotmeer-Hafen Yanbu transportiert. Wie lange die Pipeline ausfallen wird, ist allerdings noch unklar. Während teilweise von mehreren Wochen die Rede ist, rechnet die US-Regierung mit einer schnelleren Wiederaufnahme des Betriebs.
Gleichzeitig bleibt die Situation in der Straße von Hormus angespannt. Saudi-Arabien versucht weiterhin, Öl durch die Meerenge zu transportieren, während das Risiko für die Schifffahrt hoch bleibt. Zuletzt gab es erneut widersprüchliche Meldungen über einen Angriff auf einen Tanker. Auch geplante Gespräche zwischen mehreren Golfstaaten und dem Iran über eine vorläufige Regelung des Schiffsverkehrs wurden zunächst verschoben.
Zusätzliche Unsicherheit bringen neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen. Diese sollen am Montag erneut militärische und zivile Ziele in Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen angegriffen haben.
Auch im Konflikt zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich bislang keine wirkliche Entspannung ab. Zwar erklärte US-Präsident Donald Trump zuletzt, dass Teheran schnell eine Einigung erzielen wolle. Von iranischer Seite wurden Verhandlungen jedoch erneut an entsprechende Bedingungen geknüpft.
Damit bleibt die Situation am Ölmarkt schwierig einzuschätzen. Auf der einen Seite sorgen mögliche Verhandlungen für Hoffnungen auf eine Entspannung. Auf der anderen Seite deuten die tatsächlichen Lieferausfälle und Probleme bei wichtigen Transportwegen weiterhin auf ein knappes Ölangebot hin. Für die Preisentwicklung dürften daher vor allem die tatsächlichen Fördermengen und verfügbaren Transportkapazitäten entscheidend bleiben.
Am Mittwoch steht zudem der nächste Zinsentscheid der US-Notenbank an. Der Markt rechnet derzeit mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte, was die Ölpreise grundsätzlich etwas belasten könnte. Angesichts der angespannten geopolitischen Lage dürfte die Entscheidung aktuell jedoch etwas in den Hintergrund rücken.
Unsere fundamentale Einschätzung bleibt daher auch heute bullisch. An den Ölbörsen orientieren sich die Preise am Morgen wieder nach oben. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich aktuell ebenfalls deutliche Aufschläge gegenüber Freitag ab.
Die Heizölpreise haben mittlerweile das höchste Niveau seit mehreren Jahren erreicht und auch heute starten die Notierungen mit leichten Aufschlägen. Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach Heizöl in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen ist, wodurch in nächster Zeit auch mit längeren Lieferfriste zu rechnen ist.
Wer noch nicht ausreichend bevorratet ist, um über den kommenden Winter zu kommen, sollte daher zumindest eine Teilmenge bestellen.
Die Ölpreise starten mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche und setzen damit ihren Aufwärtstrend auf bereits hohem Niveau fort. In der Folge steigen auch die Heizölpreise weiter an und erreichen einen neuen Höchststand.
Die Ölpreise haben gestern leider erneut deutlich zugelegt und auf Tageshoch geschlossen. Das lässt in Kombination mit der bereits angespannten Situation am inländischen Markt auch die Heizölpreise erneut ansteigen.