Marktbericht vom 01.10.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 01.10.2026, 08:30 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise bleiben auf hohem Niveau, vor allem wegen knapper Ölprodukte, eingeschränkter Raffineriekapazitäten und des schwachen Euro. Eine Preissenkung ist vorerst nicht absehbar; ein baldiger kräftiger Anstieg der Nachfrage hingegen schon.

Marktbericht vom 01.10.2026

Heizöl-Markt aktuell: Benzin und Destillate bleiben knapp - Heizölpreise starten wenig verändert

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 01.10.2026, 08:30 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise bleiben auf hohem Niveau, vor allem wegen knapper Ölprodukte, eingeschränkter Raffineriekapazitäten und des schwachen Euro. Eine Preissenkung ist vorerst nicht absehbar; ein baldiger kräftiger Anstieg der Nachfrage hingegen schon.

Knapp  russische Raffineriekapazitäten halten Heizöl und Kraftstoffe auf hohem Niveau

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind nach dem gestrigen Anstieg heute Morgen wieder etwas zurückgefallen. Im Großen und Ganzen sorgt die Knappheit bei Ölprodukten aber dafür, dass die Heizöl-Notierungen auf Ihrem hohen Niveau verharren.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 97,30 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Oktober kostet zur Stunde 1.447 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1325 Dollar gehandelt.

Auch wenn sich die Ölexporte aus der Golfregion in letzter Zeit wieder erholt haben und der Rohölmarkt wohl wieder halbwegs gut versorgt ist, bleiben vor allem die Gasölpreise, die maßgeblich für die Diesel- und Heizöl-Notierungen sind, auf hohem Niveau.
Ursache sind die nach wie vor knappen Raffineriekapazitäten in Russland, da es immer wieder erfolgreiche ukrainische Drohnenangriffe auf Verarbeitungsanlagen und Tanklager gibt. In der Folge hat die russische Regierung das bestehende Ausfuhrverbot für Dieselkraftstoff vorläufig bis Ende Oktober verlängert. Benzin darf bis Ende des Jahres nicht ausgeführt werden. 
Auch in den USA sind die Ölbestände in Summe weiter gefallen. Zwar wurde gestern vom Department of Energy (DOE) ein leichter Zuwachs bei Rohöl von 0,9 Millionen Barrel vermeldet, dafür gab es aber bei den Destillaten einen Abbau von 2,3 und bei Benzin von 1,7 Millionen Barrel. 
Die Benzinvorräte sind auf den tiefsten Stand seit November 2014 gefallen, bei den Destillaten ist das niedrigste Niveau der letzten 23 Jahre erreicht. Zudem ist die Gesamtnachfrage um knapp 0,5 auf 21,5 Millionen Barrel pro Tag angestiegen. In den Vergleichswochen der letzten zwei Jahre lag die Nachfrage lediglich bei rund 20 Millionen Fass täglich. 
Die Hoffnung auf eine Preiswende bleibt hier also gering, zumal kein Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine absehbar ist.


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Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Mai 2025 gefallen. Steigende Renditen für US-Staatsanleihen, verbunden mit der Erwartung weiter steigender Zinsen stützen die US-Währung.

Die Heizölpreise hierzulande bleiben auf hohem Niveau und eine Preiswende ist leider weiter nicht absehbar. Sehr wohl absehbar ist aber, dass die Temperaturen bald spürbar fallen werden und es bei den aktuell knappen Füllständen in den Verbraucherstanks und einem zu erwartenden sprunghaften Anstieg der Nachfrage zu deutlich verlängerten Lieferzeiten kommen wird. Daher sollte der Vorrat gut im Auge behalten und unbedingt rechtzeitig bestellt werden, auch wenn es aufgrund der aktuell sehr hohen Preise nur eine Teilmenge ist.

Heizöl-Marktdaten

01.10.26, 09:30 Uhr
 
01.10.: 168,46 €
30.09.: 168,38 €
01.10.26, 09:30 Uhr
 
01.10.: 1.479,75 $
30.09.: 1.465,75 $
01.10.26, 09:30 Uhr
 
01.10.: 98,95 $
30.09.: 103,50 $
01.10.26, 09:30 Uhr
 
01.10.: 0,8845 €
30.09.: 0,8827 €

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