Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind zuletzt gesunken, bleiben aber auf hohem Niveau, da Destillate wie Diesel und Heizöl weiterhin knapp sind. Im Tagesverlauf könnten die Notierungen um bis zu etwa einen Cent pro Liter sinken, weil die Futures heute Morgen bislang weiter nachgeben.
Marktbericht vom 06.10.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind zuletzt gesunken, bleiben aber auf hohem Niveau, da Destillate wie Diesel und Heizöl weiterhin knapp sind. Im Tagesverlauf könnten die Notierungen um bis zu etwa einen Cent pro Liter sinken, weil die Futures heute Morgen bislang weiter nachgeben.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern im Großen und Ganzen seitwärts bewegt, geben heute im frühen Handel aber nach. In der Folge könnte es auch bei den Heizöl-Notierungen zu weiteren Abschlägen kommen.
Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!
Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 99,60 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Oktober kostet zur Stunde 1.355 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar leicht verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1205 Dollar gehandelt.
Wie in den letzten Tagen an dieser Stelle schon mehrmals berichtet, hat sich die Versorgungslage am Ölmarkt seit geraumer Zeit verbessert, zumindest was Rohöl betrifft.
Anscheinend haben die Golfstaaten und allen voran Saudi-Arabien alternative Exportwege gefunden, auch wenn diese weiterhin mit hohen Risiken behaftet sind. Immer wieder wird von Tankerangriffen in der Straße von Hormus berichtet und auch die so wichtige Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien ist am Sonntag erneut durch Raketen und Drohnen angegriffen worden.
All diesen Widrigkeiten zum Trotz sollen die Ölexporte aus der Region im September mittlerweile wieder gut 80 Prozent des Vorkriegsniveaus erreicht haben. Zusammen mit den Freigaben strategischer Ölreserven konnte somit der größte Druck vom Rohölmarkt genommen werden, was sich hier auch im aktuellen Preis von unter 100 Dollar pro Fass widerspiegelt.
Anders sieht es leider weiterhin bei den Produkten und hier vor allem bei den Destillaten aus. Der Ausfall großer Raffineriekapazitäten vor allem in Russland, aber auch in einigen Golfstaaten hat zu einer Knappheit bei Diesel - und somit auch bei Heizöl - und Benzin geführt. Russland hat sein Exportverbot kürzlich um einen Monat verlängert und auch in den USA gibt es Überlegungen, die Ausfuhren zu stoppen.
Entsprechend warten die Händler mit Spannung auf die neue Runde der US-Ölbestandsdaten. Heute Abend nach Börsenschluss gibt es die Zahlen des American Petroleum Institute (API), morgen folgen die Daten des Department of Energy (DOE).
Auch die neuen Monatsberichte der EIA, der OPEC und der IEA stehen in dieser Woche zur Veröffentlichung an.
Am Devisenmarkt konnte sich der Euro gestern stabilisieren, nachdem es in den letzten Wochen im Vergleich zur Ölwährung deutliche Verluste gegeben hat. Dazu beigetragen haben sicherlich auch gute EU-Konjunkturdaten aus dem Dienstleistungsgewerbe.
Die Heizölpreise haben sich in den letzten Wochen seit dem Hoch vom vom 16. September heimlich, still und leise im Schnitt um über 15 Cent verbilligt, stehen aber natürlich immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Geht es nach aktuellen Berechnungen und erste Preistendenzen könnte es heute ein weiteres Minus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter geben. Der prognostizierte Wetterumschwung wird sicherlich nicht ohne Folgen auf den Heizölmarkt bleiben, denn viele Ölheizer fahren derzeit auf Sicht und eine Vielzahl von Leerständen könnte die Lieferzeiten schnell nach oben treiben. Wer nur noch über einen knappen Vorrat verfügt sollte daher unbedingt rechtzeitig bestellen, eventuell auch nur eine Teilmenge.
Die Ölpreise starten heute in etwa auf dem Durchschnittsniveau der Freitagspreise in die neue Handelswoche. Bei den Heizöl-Notierungen könnte es auch aufgrund weiterer Währungsverluste zu leichten Aufschlägen kommen.
Die Ölpreise haben gestern wieder starke Kursbewegungen vollzogen. Bei Gasöl zeichnet sich heute Morgen im asiatisch geprägten Handel bislang ein Rückgang ab, sodass die Heizöl-Notierungen bestenfalls mit leichten Abschlägen starten.