Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen weiter, vor allem wegen der Risiken für die Ölversorgung durch den Golf-Konflikt und der knappen Ölvorräte. Im Tagesverlauf könnten sie sich um zwei bis vier Cent pro Liter verteuern.
Marktbericht vom 08.10.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen weiter, vor allem wegen der Risiken für die Ölversorgung durch den Golf-Konflikt und der knappen Ölvorräte. Im Tagesverlauf könnten sie sich um zwei bis vier Cent pro Liter verteuern.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern im Großen und Ganzen seitwärts entwickelt, ziehen heute Morgen aber schon wieder deutlich an. In der Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.
Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!
Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 102,90 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Oktober kostet zur Stunde 1.440 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,12 Dollar gehandelt.
Die Risiken für die Ölversorgung bleiben hoch und die globalen Ölvorräte werden immer knapper.
Derzeit deuten die Anzeichen im Golf-Konflikt auf eine neue Eskalation hin. Der Iran hat gestern vermeldet, dass die derzeit wohl von vielen Tankern genutzten neuen Routen durch die Meerenge von Hormus bald gesperrt werden sollen. Außerdem haben die USA ihre Militärpräsenz in der Region zuletzt weiter verstärkt.
Auch wenn die Öltransporte aus dem Persischen Golf zuletzt wieder zugenommen haben, sind diese mit sehr hohen Risiken und zudem auch hohen Kosten verbunden.
Hinzu kommt, dass derzeit der erste Hurrikan in dieser Saison im Golf von Mexiko wütet und dadurch Produktionsausfälle von gut 0,5 Millionen Barrel pro Tag entstehen.
Dies belastet die ohnehin schon stark dezimierten US-Ölbestände weiter. Das Department of Energy (DOE) vermeldete gestern in Summe weiter gesunkene Vorräte, bei Rohöl gab es sogar einen Rückgang um über drei Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld einen Aufbau von 1,7 Millionen Fass erwartet hatten.
Die Gesamtnachfrage ging aber deutlich um 1,1 auf 20,4 Millionen Barrel pro Tag zurück, sodass die Zahlen unterm Strich eher neutral gewertet wurden.
Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder Verluste hinnehmen. Hauptthema am Markt bleibt die hohe Staatsverschuldung Frankreichs und die in der Folge gestiegenen Renditen auf französische Staatsanleihen.
Die Heizölpreise ziehen mit diesen Vorgaben heute leider weiter deutlich an. Im Schnitt muss mit einer Verteuerung um zwei bis vier Cent pro Liter gerechnet werden. Ein weiteres Zuwarten könnte ein gefährliches Unterfangen werden, denn die Bevorratung liegt insgesamt auf einem noch sehr niedrigen Niveau und in den nächsten Tagen und Wochen ist mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage zu rechnen. In der Folge dürften die Lieferzeiten bald deutlich ansteigen. Wir raten weiterhin zur rechtzeitigen Bestellung, zumindest einer Teilmenge.
Die Ölpreise haben sich gestern im späten Handel von den tagsüber erlittenen Verlusten leider wieder erholen können und ziehen auch heute Morgen im asiatisch geprägten Handel weiter an. In der Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen wieder nach oben
Die Ölpreise haben sich gestern im Großen und Ganzen seitwärts bewegt, geben heute im frühen Handel aber nach. In der Folge könnte es auch bei den Heizöl-Notierungen zu weiteren Abschlägen kommen.