Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sinken zum Tagesstart, weil der Wechsel auf einen neuen Liefermonat an der Gasölbörse die Preise drückt. Im Tagesverlauf könnten sie um drei bis fünf Cent pro Liter fallen, obwohl die Versorgungslage angespannt bleibt.
Marktbericht vom 13.10.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sinken zum Tagesstart, weil der Wechsel auf einen neuen Liefermonat an der Gasölbörse die Preise drückt. Im Tagesverlauf könnten sie um drei bis fünf Cent pro Liter fallen, obwohl die Versorgungslage angespannt bleibt.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten heute in etwa auf dem Niveau von gestern in den Handel. Bei Gasöl bringt der Frontmonatswechsel einen leichten Rückgang, der sich preisdrückend auf die Heizöl-Notierungen auswirkt.
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Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 105,50 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im November kostet zur Stunde 1.392 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar weitere Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1180 Dollar gehandelt.
Am Ölmarkt ist leider weiterhin keine Verbesserung der Versorgungslage in Sicht. Derzeit sieht es eher nach weiteren Eskalationen aus, sowohl im Nahen Osten als auch im Krieg zwischen Russland und der Ukraine.
Die vollmundige Ankündigung einer "Energie-Waffenruhe" von US-Präsident Trump hat sich wieder einmal als Luftschloss erwiesen, denn die russischen Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine wurde fortgeführt und teilweise sogar intensiviert. So ist davon auszugehen, dass auch die ukrainischen Drohnenattaken auf russische Ölanlagen fortgesetzt werden.
Auch in der Golfregion hat sich die Lage wieder verschärft. Mittlerweile meiden Öltanker wieder verstärkt die Durchfahrt durch die Meerenge von Hormus, nach die Zahl der Angriffe zuletzt wieder deutlich zugenommen hat.
Außerdem spitzt sich der Kampf zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Rebellen immer weiter zu. Nachdem saudische Truppen im Jemen eine Rückeroberung von Gebieten gestartet haben, gab es Drohnen- und Raketenangriffe auf den wichtigsten Flughaben in der saudischen Hauptstadt Riad.
Die Versorgungslage bei Rohöl und Ölprodukten dürfte sich nach aktuellem Stand der Dinge in den kommenden Tagen und Wochen also nicht verbessern und die Ölvorräte in der Folge weiter abnehmen. MIt Spannung warten die Händler auf die Entwicklung der US-Ölbestände, die morgen Abend nach Börsenschluss vom American Petroleum Institute (API) und am Donnerstagnachmittag vom Department of Energy (DOE) vermeldet werden.
Am Devisenmarkt gab es gestern einen impulslosen Handel, bei dem der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar weiter an Wert verloren hat und dabei unter die 1,12-Dollar-Marke gerutscht ist. Die unsichere Haushaltslage in Frankreich ist hier weiter ein belastender Faktor.
Die Heizölpreise hierzulande starten heute aber trotzdem mit leichten bis moderaten Abschlägen, was mit dem Frontmonatswechsel bei den Gasöl-Kontrakten zu erklären ist. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von drei bis fünf Cent pro Liter erwarten. Dies könnte eine gute Kaufchance sein, da sich, wie oben ausführlich beschrieben, die Versorgungssituation auf absehbare Zeit wohl nicht verbessern wird.
Die Ölpreise sind heute Morgen im Minus gestartet. Vor allem bei Gasöl stehen deutliche Abschläge an den Kurstafeln, während es bei Rohöl schon wieder leicht aufwärts geht. Die Heizöl-Notierungen geben zum Wochenstart ebenfalls nach.
Die Ölpreise haben gestern einen deutlichen Sprung nach oben gemacht, müssen einen Teil der Gewinne heute im asiatisch geprägten Handel aber wieder abgeben. Bei den Heizöl-Notierungen kommt es in der Folge zu leichten Abschlägen.