Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sinken, weil Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt die Ölpreise drücken. Zum Handelsstart könnten sie um zwei bis drei Cent pro Liter fallen; der weitere Tagesverlauf bleibt wegen möglicher politischer Entscheidungen unsicher.
Marktbericht vom 02.11.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sinken, weil Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt die Ölpreise drücken. Zum Handelsstart könnten sie um zwei bis drei Cent pro Liter fallen; der weitere Tagesverlauf bleibt wegen möglicher politischer Entscheidungen unsicher.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten gehen heute mit Abschlägen in eine politisch extrem wichtige Woche. Entsprechend dürften auch die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach deutlich im Minus in den Handel starten.
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Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 110 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im November kostet zur Stunde 1.438 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1180 Dollar gehandelt.
Wieder einmal haben neue Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt die Ölpreise heute Morgen nach unten gedrückt.
Zum einen hat das Nachrichtenportal Axios vermeldet, dass US-Präsident Trump nach einem Gespräch mit Israels Ministerpräsidenten Netanjahu wohl zu dem Entschluss gekommen ist, einen neuen Angriff auf den Iran nicht sofort nach den Midterm-Wahlen am morgigen Dienstag anzuordnen, sondern den diplomatischen Bemühungen noch etwas Zeit zu geben.
Zum anderen wurden diese zuletzt wohl wieder verstärkt. Zumindest führte der iranische Außenminister Araghchi am Samstag weitere Gespräche mit Vermittlern in Katar.
Trotzdem könnte es durchaus noch in dieser Woche zu neuen Eskalationen, aber auch zu einer diplomatischen Annäherung kommen. Entsprechend werden die Rohölpreise und Gasöl-Notierungen sicherlich sehr volatil bleiben.
Währenddessen gibt es immer wieder Angriffe auf Schiffe, die durch die Straße von Hormus fahren wollen, sowie Gewaltaktionen von Huthi-Rebellen auf Ziele in Saudi-Arabien. Auch im Krieg zwischen Russland und der Ukraine gehen die gegenseitigen Angriffe weiter, obwohl Trump zuletzt Druck auf die Ukraine ausgeübt hat, indem er eine Aussetzung der Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen gefordert hat.
In dieser Woche werden die Zwischenwahlen in den USA das mit Abstand wichtigste Thema sein und die US-Bestandsentwicklung in den Hintergrund drängen.
Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar im Seitwärtstrend. Der deutsche Verbraucherpreisindex ist per Oktober nur um 2,8 statt der erwarteten 3 Prozent angestiegen, was sich aber nur vorübergehend kursdrückend auf unsere Gemeinschaftswährung ausgewirkt hat.
Die Heizölpreise starten, wie eingangs bereits erwähnt, erfreulicherweise mit Abschlägen in die neue Handelswoche und in den Monat November. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Eine auch nur halbwegs seriöse Prognose zum weiteren Verlauf ist aktuell angesichts der anstehenden Entscheidungen unmöglich. Ölheizer sollten sich am eigenen Vorrat orientieren und bei Bedarf rechtzeitig zumindest eine Teilmenge ordern.
Die Ölpreise bleiben vor den Anfang nächster Woche stattfindenden Midterm-Wahlen in den USA sehr schwankungsanfällig und dabei auf hohem Niveau. Bei den Heizöl-Notierungen dürfte es heute keine größeren Veränderungen geben.
Die Ölpreise haben gestern kaum auf neue Bestandsdaten aus den USA reagiert und sich im Großen und Ganzen seitwärts bewegt. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die auch heute nur wenig verändert starten.