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Marktbericht vom 24.08.2003
Keine guten Neuigkeiten brachte die vergangene Woche für den deutschen Heizöl- und Benzinmarkt. Während die Lagerbestände in den USA, bedingt durch einen Rekordverbrauch an Benzin, weiter abnahmen, stieg der Dollar im Verhältnis zum Euro so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr.
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Rohöl an der NewYorker Warenterminbörse kletterte im Wochenvergleich um knapp einen Dollar auf 31,84 US-Dollar/Barrel, während Nordseeöl Brent auf 29,70 US-Dollar anstieg. Einen Riesensatz nach oben machte wie erwähnt der Dollar - er verteuerte sich um über vier Prozent auf 91,50 Euro-Cent.
Die - vor einer Woche noch nicht eingepreiste - Meldung über den Anschlag auf die Ölpipline im Irak zeigte nur kurze Wirkung auf die Ölpreise. Zu Wochenmitte bestimmten die Meldungen über weiter sinkende Rohöl- und Benzinbestände in Amerika wieder das Handelsgeschehen. Begründung fand der weitere Rückgang in der immer noch vorhandenen Angst vor Flügen vieler US-Bürger seit dem Anschlag vom 11. September. So stiegen eben viele Amerikaner gerade in der Ferienzeit aufs Auto um, was den Verbrauch zusätzlich erhöht.
Weitaus stärker als die permanent hohen Rohölpreise schmerzt den deutschen Heizöl- und Benzinverbraucher derzeit der rasante Anstieg des Dollars zum Euro, was zwar gut für unsere exportorientierte Wirtschaft ist, unser Rohölimporte aber zusätzlich verteuert. Dabei ist der Dollaranstieg wohl eher als Euro-Schwäche zu interpretieren. Während Asien - neuerdings auch wieder Japan - und Amerika mit erfreulichen Wirtschaftsdaten aufwarten, "dümpelt" Europa weiter vor sich her. Die Kapitalströme verhalten sich natürlich analog zu dieser Entwicklung.
Alles in allem also keine guten Voraussetzungen für sinkende Heizöl- und Benzinpreise in Deutschland. Die derzeit verhaltene Nachfrage deutet darauf hin, dass viele Verbraucher auf einen Preisrückgang im Herbst spekulieren. Eine Erwartung, die sich zumindest aus heutiger Sicht nur äußerst unwahrscheinlich einstellen dürfte.
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Die letzten Wochen und Monate wurden immer von den gleichen Themen bestimmt:
Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zeigt uns derzeit wieder einmal, was alles scheinbar "Unmögliche" tatsächlich doch möglich ist - leider im negativem Sinne.