Marktbericht vom 28.09.2003
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 28.09.2003, 00:00 Uhr

Marktbericht vom 28.09.2003

OPEC-Förderkürzung gut verdaut

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 28.09.2003, 00:00 Uhr
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die von der OPEC in ihrer letzten Sitzung vereinbarte Förderkürzung ist von den Ölmärkten relativ schnell und gut verdaut worden. Nach einem kurzen und schnellen Anstieg der Rohölpreise ist nun wieder Ruhe und Stabilität eingekehrt.


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Die Rohölpreise in NewYork liegen derzeit bei 28,16 US-Dollar pro Barrel, Nordseeöl "Brent" wird an der IPE in London für Kurse um 26,70 US-Dollar gehandelt. Der Dollar gibt weiter nach und notiert aktuell bei 0,87 Euro-Cent.

Nach dem "Ölpreisschock" vom Mittwoch, der in der Wirtschaftsberichterstattung einen außergewöhnlich hohen Stellenwert einnahm, haben sich die Märkte wieder auf die fundamentalen Daten konzentriert und sich stabilisiert. Den in jüngster Zeit relativ gut gelaufenen Aktienmärkten kam diese Meldung über die Förderkürzungen der OPEC anscheinend gerade recht, um eine Korrektur einzuläuten und den "schwarzen Peter" den gestiegenen Ölpreisen zuzuschieben. Dabei ist relativ wenig passiert.
Sicher, die Rohölpreise sind gegenüber der Vorwochen um über einen Dollar gestiegen, doch dies kann angesichts der vorangegangen Talfahrt in keinster Weise als ungewöhnlich bezeichnet werden.
Außerdem bedeuten die Förderkürzungen der OPEC nicht automatisch, dass sich das Rohölangebot künftig im gleichen Maße reduziert. Zu stark ist mittlerweile die Rolle der Nicht-OPEC-Staaten, allen voran Rußland, deren Anteil an der weltweiten Förderung kontinuierlich steigt und die OPEC immer stärker in ein Dilemma stürzt. Mit jeder Förderkürzung zur Preisstabilisierung sinkt nämlich deren Marktanteil und erhöht gleichzeitig den Anteil der nicht organisierten Staaten zu attraktiven Konditionen.
Und schließlich sprechen wir nicht ohne Grund von der "offiziellen" Förderquote der OPEC, deren Disziplin zwar in letzter Zeit besser geworden ist, die aber auch vor Ausreissern in der Vergangenheit nie ganz verschont blieb.

Wie bereits in den letzten Marktberichten erläutert, beschäftigt uns hierzulande vielmehr die knappe Versorgungslage im Westen und Süden, die mittlerweile auch im Norden für steigende Heizölnotierungen gesorgt hat. Wie es mit der Beschiffbarkeit des Rheins weitergeht, weiß wirklich nur Petrus, der entscheidet wann und vor allem wie viel Regen fällt und somit die normalen Beschaffungswege wieder freigibt.

Heizöl-Marktdaten

26.09.03, 23:00 Uhr
22.09.: 36,72 €
15.09.: 35,72 €
26.09.03, 23:00 Uhr
26.09.: 226,25 $
25.09.: 227,50 $
26.09.03, 23:00 Uhr
26.09.: 26,64 $
25.09.: 26,81 $
26.09.03, 23:00 Uhr
26.09.: 0,8726 €
25.09.: 0,8708 €

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