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Marktbericht vom 19.10.2003
Positive Rohölbestandsdaten aus den USA, sowie Gewinnmitnahmen ließen die Rohölpreise gegen Ende vergangener Woche wieder nachgeben, nachdem der von uns prognotizierte kurzfristige Preisansteig vollzogen war. Ein im Vergleich zur Vorwoche etwas stärkerer Dollar hielt den Rückgang allerdings in Grenzen. Der erneute Ausfall der irakischen Ölpipline in die Türkei ist in den aktuellen Kursen noch nicht eingepreist.
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Die Rohöl-Futures in NewYork für OPEC-ÖL notieren derzeit bei 30,68 US-Dollar pro Barrel, Nordseeöl "Brent" ist in London wieder für knapp 29 Dollar zu kaufen. Der Dollar erholte sich - wie bereits erwähnt - und kletterte auf Kurse um 86 Euro-Cent.
Die Ölpreispolitik der OPEC sorgt indes weiter für politischen Gesprächsstoff. Der russische Energieminister Igor Jusufow äusserte sich im Handelsblatt offen über die derzeitigen Differenzen mit der OPEC, die einen Rohölpreis zwischen 25 und 32 US-Dollar pro Barrel anstrebt. Dieser ist für "unsere amerikanischen und europäischen Partner zu teuer". Rußland hält einen Ölpreis von 20 bis 25 Dollar für richtig und strebt eine Ausweitung der Lieferungen an beiden Wirtschaftregionen an. Auch Mexiko und Norwegen wollen sich am 24. Oktober treffen, um über die Förderpolitik der OPEC zu beraten, die beide Länder nicht mittragen.
Am Devisenmarkt erhält der Dollar derzeit laufend Unterstützung von positiven Konjunkturdaten aus den USA, während sich der Aufschwung in Europa nach wie vor in Grenzen hält. Das dürfte den Euro schwächen und die Rohölimporte wieder teuerer werden lassen.
Passend zu diesem Thema wird derzeit auch ein Rohölhandel in Euro diskutiert, den sich auch Russland aufgrund des stetig steigenden Handelsvolumens mit Europa sehr gut vorstellen könnte. Mit einem Wegfall der Devisenrisiken würde der Rohölmarkt für europäische Unternehmen kalkulierbarer werden und die Kosten für die Absicherung von Währungsschwankungen wesentlich reduzieren.
Doch bis es soweit sein wird, müssen die Wechselkurse weiterhin berücksichtigt werden und in die Markteinschätzung einfließen. Da wir kurzfristig einen steigenden Dollar erwarten, dürfte sich auch bei den Heizöl- und Benzinpreisen nichts Gravierendes ändern.
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Nach dem kräftigen Preisanstieg Anfang Oktober haben die Heizölpreise in Deutschland wieder ein interessantes Niveau erreicht.
Wie von uns prognostiziert, stiegen die Rohölpreise auch diese Woche weiter an