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Marktbericht vom 04.04.2004
Eine auf den ersten Blick etwas unlogische Reaktion erfolgte vergangene Woche auf den Beschluss der OPEC, die Fördermengen wie geplant zum 01. April um eine weitere Million Barrel auf 23,5 Mio. pro Tag zu senken: Die Rohölpreise fielen.
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In NewYork stehen die Futures auf OPEC-Öl derzeit bei 34,40 US-Dollar pro Barrel, Nordseeöl "Brent" wird aktuell mit rund 30 Dollar gehandelt. Der "Greenback" konnte im Vergleich zum Euro gegen Wochenschluss kräftig zulegen und so stieg die US-Währung nach einer Zwischenflaute wieder auf rund 82 Euro-Cent.
Ungeachtet der sehr hohen Rohölpreise der letzten Wochen beschloss das Öl-Kartell vergangenen Mittwoch in Wien, die bereits im letzten OPEC-Meeting verabschiedete Förderkürzung "durchzuziehen". Wie ernst jedoch dieser Beschluss an den Internationalen Ölmärkten genommen wurde, zeigte deren Reaktion. Die Rohölpreise fielen auf breiter Front, weil ganz einfach an der tatsächlichen Umsetzung des Beschlusses gezweifelt wird. Zu groß klafft derzeit die Lücke zwischen offizieller und tatsächlicher Fördermenge auseinander. Der Beschluss vom Mittwoch wird diese Schere noch weiter auseinandergehen lassen und die Glaubwürdigkeit der OPEC um so mehr belasten.
Hinzu kamen die erwarteten kritischen Stimmen aus der OPEC selbst. So ließ Saudi Arabien verlauten, dass es keine Verknappung von Rohöl zulassen würde, die zu einer Schädigung der Weltwirtschaft führen könnte.
Dass die Ölmärkte derzeit ausreichend versorgt sind, belegten die jüngsten Ölbestandsdaten aus den USA, die einen deutlichen Aufbau bei Rohöl und Benzin zum Inhalt hatten.
Die Devisenseite brachte für die europäischen Ölverbraucher hingegen eher preistreibende Fakten. So stieg der Dollar gegenüber dem Euro am vergangenen Freitag rasant an, nachdem die Arbeitsmarktdaten aus den USA deutlich besser ausgefallen waren, als dies von Analysten erwartet wurde. Dadurch wurde das Vertauen in die amerikanische Wirtschaft wieder deutlich gestärkt und es wurde fleißig in die US-Währung investiert, was unsere Ölimporte - die in Dollar abgerechnet werden - wieder verteuert.
Die Heizölpreis machten hingegen die Entwicklung bei Rohöl - soweit dies der gestiegene Dollar zuließ - mit und verbilligten sich gegen Ende der Woche doch recht deutlich. Auf dem aktuellen Niveau kann durchaus wieder von einem vernünftigen Preisniveau gesprochen werden, das von so manchen sicherheitsorientierten Ölverbraucher zur Bevorratung genutzt werden könnte.
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Die wöchentliche Veröffentlichung der amerikanischen Ölbestandsdaten, die in der Vorwoche durch einen Bestandsaufbau noch zu Preisreduzierungen führte, sorgten letzte Woche für das Gegenteil:
Im Vorfeld des OPEC-Meetings am 31. März in Wien und angesichts eines überraschenden Bestandsaufbaus der US-Rohölvorräte fielen die Rohölpreise vergangene Woche nach den Rekordständen der Vorwoche wieder etwas zurück und ließen auch die Heizölpreise wiede