Marktbericht vom 11.04.2004
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 11.04.2004, 00:00 Uhr

Marktbericht vom 11.04.2004

Massiver US-Bestandsabbau sorgt für Preisauftrieb

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 11.04.2004, 00:00 Uhr
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die wöchentliche Veröffentlichung der amerikanischen Ölbestandsdaten, die in der Vorwoche durch einen Bestandsaufbau noch zu Preisreduzierungen führte, sorgte letzte Woche für das Gegenteil: Ein unerwartet starker Rückgang quer über alle Produkte ließ die Rohölpreis und folglich auch die Heizölpreise wieder steigen.


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In NewYork steht das Barrel Rohöl aktuell wieder bei über 37 US-Dollar, während Nordseeöl "Brent" in London für gut 33 Dollar gehandelt wird. Auch die US-Währung konnte wieder leicht zulegen und kostet derzeit 82,7 Euro-Cent.

Kaum konnte man sich der Spekulation hingeben, dass der Preisauftrieb ein Ende und nun der Weg in Richtung "Süden" angetreten werden könnte, wurden die Märkte wieder mit Negativnachrichten versorgt und damit die Hoffnung zur Illusion. In kaum dagewesener Übereinstimmung verkündeten die amerikanischen Energieagenturen API (American Petroleum Institute) und DOE (Department of Energy) beinahe im Einklang einen massiven und in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Bestandsabbau von mehr als 7 Mio. Barrel quer über alle Produktbereiche.
Zusätzlich wurden die Märkte durch die Eskalationen im Irak belastet, wo viele Marktteilnehmer für die USA ein zweites Vietnam vorhersagen, was natürlich für die Ölmärkte negative Konsequenzen haben würde.
Außerdem sorgt die OPEC mit ihrer Förderpolitik für Unsicherheit, was ja an Börsen in der Regel zu steigenden Preisen führt.

Auch der Dollar konnte gegenüber dem Euro noch mal leicht an Boden gewinnen, obwohl die Unsicherheiten im Irak und die latente Terrorgefahr Engagements in die US-Währung eher bremsen. Charttechnisch befindet sich die US-Währung in einem intakten Aufwärtstrend, was für die europäischen Ölverbraucher währungsbedingt zu steigende Preisen für Mineralölprodukten führt.

Dementsprechend stiegen auch die Heizölpreise, nach dem doch recht deutlichen Rückgang der Vorwoche, wieder an, befinden sich aber immer noch auf moderatem Niveau. Gerade die vielen Unsicherheiten und der stark wachsende Verbrauch aus dem Asien-Pazifik-Raum, könnten die Spekulation auf sinkende Preise zu einer teueren Angelegenheit werden lassen

Heizöl-Marktdaten

09.04.04, 23:00 Uhr
11.04.: 36,23 €
10.04.: 36,20 €
09.04.04, 23:00 Uhr
09.04.: 282,75 $
08.04.: 282,75 $
09.04.04, 23:00 Uhr
09.04.: 33,19 $
08.04.: 33,37 $
09.04.04, 23:00 Uhr
09.04.: 0,8264 €
08.04.: 0,8274 €

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