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Marktbericht vom 04.05.2006
Eine Überraschung brachten die gestern veröffentlichten US-Lagerbestandsdaten, die einen Anstieg der Rohöl- und Benzinbestände auswiesen und die Preise entsprechend unter Druck geraten ließen.
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Aktuell stehen die Futures auf WTI-Rohöl bei gut 72 US-Dollar pro Barrel, Nordseeöl "Brent" wird in London zur Zeit für rund 72,40 Dollar gehandelt. Weiterhin schwach zeigt sich die US-Währung bei Werten um 79,3 Euro-Cent.
Analysten hatten im Vorfeld eigentlich über einen weiteren Rückgang der Rohöl- und der aktuell so wichtigen Benzinbestände spekuliert. Dass nun der seit Wochen andauernde Abbau gestoppt werden konnte, dürfte die Märkte zumindest kurzfristig etwas entlasten.
Denn nach wie vor spielt der Iran-Konflikt die wichtigste Rolle an den Ölbörsen und da sich hier leider immer noch keine (friedliche) Lösung abzeichnet, wird es wohl zu keiner weit reichenden und nachhaltigen Entspannung an den internationalen Ölmärkten kommen.
Allerdings gab es gestern noch eine weitere positive Nachricht, die vom US-Energieministerium veröffentlicht wurde und einen Rückgang des Benzinverbrauches in den USA zum Inhalt hatte. Sollte eine derartige Entwicklung auch generell bei der weltweiten Ölnachfrage eintreten, hätte dies sicher einen großen Einfluss auf die Preisentwicklung. Da sich aber die globale Nachfrage weiterhin sehr robust zeigt, muss dieses Szenario wohl zumindest mittelfristig beiseite gelegt werden.
Ein durchaus reelles Entwicklung wird derzeit am Devisenmarkt gehandelt, indem in Europa weitere Zinsschritte vorhergesagt werden und gleichzeitig über ein Ende der Zinsanhebungspolitik in den USA spekuliert wird. Dies würde den Euro weiter stärken, der aktuell bereits auf dem höchsten Stand seit fast einem Jahr steht.
An den heimischen Heizölmärkten verläuft das Geschäft bei moderater Nachfrage und leicht fallenden Preisen jahreszeitbedingt ruhig, obwohl durchaus vermehrt größere Bevorratungskäufe verzeichnet werden können. Allein ein Blick auf den Preisverlauf der letzten zwei Jahre, liefert eine ausreichende Begründung dafür.
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Auch in dieser Woche wird der Atomkonflikt mit der Iran die Ölmärkte weiter in Atem halten und den Märkten kaum eine Chance für eine weitere Preisentspannung geben.
Nach der Gegenreaktion und dem Durchatmen der Märkte in der vergangenen Woche, steigen die Ölpreise aufgrund des sich zuspitzenden Iran-Konfliktes zu Wochenbeginn weiter an und nähern sich wieder den Rekordständen vom 21. April.