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Marktbericht vom 08.05.2006
Auch in dieser Woche wird der Atomkonflikt mit der Iran die Ölmärkte weiter in Atem halten und den Märkten kaum eine Chance für eine weitere Preisentspannung geben.
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Aktuell notieren die Kontrakte auf WTI-Rohöl wieder leicht über 70 US-Dollar pro Barrel, Nordseeöl "Brent" steht bei knapp 71 Dollar. Der Dollar gibt weiter kräftig nach, er kostet nur mehr rund 78,5 Euro-Cent.
Die Preisentspannung der letzten Tage, ausgelöst durch überraschend gut ausgefallenen Lagerbestandsdaten, hielt an den internationalen Warenterminbörsen nur kurze Zeit an.
Denn im Iran-Konflikt verhärten sich die Fronten weiter, ohne dass ein diplomatischer Ausweg in Sicht zu sein scheint.
Vieles wird vom weiteren Vorgehen der Vereinten Nationen abhängen. Hier sträuben sich Russland und China beim Verfassen einer UN-Resolution gegen den Verweis auf Kapitel 7 der UN-Charta, der zu Sanktionen bis hin zu Militärschlägen berechtigen würde.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad droht vorsichtshalber bereits jetzt mit einer "passenden Antwort zur rechten Zeit".
Am Devisenmarkt hält der Höhenflug des Euro unvermindert an, was den europäischen Ölimporten natürlich gut tut. Devisenhändler setzen auf weiter steigende Zinsen in Europa in einem robusten wirtschaftlichen Umfeld, was durch die jüngsten Äußerungen von EZB-Chef Trichet auch bestätigt wurde.
Für die Heizölpreise könnte dies kurzfristig zu einer Seitwärtsbewegung führen. Die Gefahr plötzlich steigender Rohölpreise ist aufgrund der beschriebenen politischen Situation jedoch allgegenwärtig. Ölverbraucher, die kein Risiko eingehen wollen, nutzen den Preisrückgang der letzten Tage zu Bevorratungskäufen.
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Obwohl die gestern veröffentlichten Lagerbestandsdaten aus den USA erneut besser als erwartet ausgefallen sind, stiegen die Öl-Futures am Abend zu Börsenschluss noch mal kräftig an.
Eine Überraschung brachten die gestern veröffentlichten US-Lagerbestandsdaten, die einen Anstieg der Rohöl- und Benzinbestände auswiesen und die Preise entsprechend unter Druck geraten ließen.