Marktbericht vom 29.06.2010
Obwohl der Tropensturm "Alex" zumindest vorerst keine Gefahr mehr für die Ölindustrie im Golf von Mexiko sein dürfte, gaben die Ölpreise an den internationalen Warenterminbörsen im gestrigen Handel nur sehr zögerlich nach. Auch die Heizöl-Notierungen werden heute kaum verändert erwartet.
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Aktuell stehen die WTI-Rohöl-Futures bei 77,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass der Nordseemarke "Brent" kostet 76,95 Dollar. Der Euro muss wieder deutliche Verluste einstecken und fällt auf 1,2255 US-Dollar.
Als die Meteorologen vorläufig Entwarnung gaben, was die erwartete Zugrichtung des Tropensturms "Alex" betrifft, gaben die Öl-Futures an der New York Mercantile Exchange (NYMEX) nur sehr zögerlich nach.
Viele Marktteilnehmer handeln nach dem Motto "vor dem Sturm ist nach dem Sturm" was auch sicherlich nicht von der Hand zu weisen ist. Auch "Alex" könnte seine Richtung wieder plötzlich ändern und doch noch zu einer ernsthaften Bedrohung werden.
Ansonsten gab es am Ölmarkt wenig neue Impulse. Lediglich der riesige Ölfund in der Nordsee nahe der Ostküste Schottlands sorgte für Aufsehen, wirkte sich aber kaum auf die Preisfindung aus.
Heute Abend nach Börsenschluss gibt es wieder die ersten Zahlen zu den wöchentlichen US-Ölbestandsdaten vom American Petroleum Institute (API), wobei die Analysten im Vorfeld aber nur mit wenig Veränderung rechnen.
Am Devisenmarkt sorgen neue Refinanzierungssorgen europäischer Banken für Druck auf den Euro. Die Durchschnittszinsen, zu denen sich die Geldhäuser untereinander Kredite geben, stieg auf den höchsten Stand seit sieben Monaten, was sicherlich auch mit der Tatsache zu tun hat, dass am Donnerstag insgesamt 442 Milliarden Euro zur Rückzahlung an die EZB fällig werden.
Leicht fallende Ölpreise und ein schwächelnder Euro bringen unterm Strich kaum veränderte Heizölpreise. Es setzt sich also der leicht aufwärtsgerichtete Seitwärtstrend der letzten Wochen und Monate weiter fort. Die Nachfrage zieht etwas an.
| 29.06.: *1) | 650,75 $ | |
| 28.06.: *2) | 670,50 $ |
| 29.06.: *1) |
75,44 $
|
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| 28.06.: *2) | 77,59 $ |
| 29.06.: *1) |
0,8205 €
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| 28.06.: *2) | 0,8144 € |
| 29.06.: *3) |
69,36 €
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| 28.06.: *4) | 68,91 € |
*1) Schlusskurs vom Stand 29.06.2010, 23:00 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (28.06.2010, 23:00 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 29.06.2010, 23:00 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (28.06.2010, 23:00 Uhr)
Die Angst vor einer neuen Kreditklemme in Europa und schlechte Konjunkturdaten haben gestern die Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt. Auch die Ölpreise gaben deutlich nach und sorgen so für weiter fallende Heizöl-Notierungen.
Am heimischen Heizöl-Markt beginnt die neue Handelswoche leider wieder mit steigenden Notierungen. Noch am Freitag legten die Ölpreise im späten US-Handel deutlich zu und liefern so die entsprechenden Vorgaben für die Preisbildung.