Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise geben zum Wochenstart weiter leicht nach!

30.11.2015, 08:29 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag weiter leicht nachgeben und starten heute Morgen in Asien auch schwach in die neue Handelswoche. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise ebenfalls nachgebend in den Handel gehen.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei 44,65 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 41,65 Dollar. Der Euro zeigt sich bei Werten um 1,0585 US-Dollar weiterhin recht schwach.

Bei geringen Umsätzen - in den USA nutzen viele Händler den Freitag um Thanksgiving bis ins Wochenende zu verlängern - gerieten die Rohölpreise am Freitag bereits im frühen Handel leicht unter Druck.
Als aus der EU die Geschäfts- und Verbraucherstimmung per November mit einem Wert von 106,1 statt erwartet 105,9 Punkten und das Verbrauchervertrauen mit minus 6 statt minus 8 Zählern veröffentlicht wurde, konnten sich die Futures aber wieder etwas erholen.
Auch der GfK-Konsumklimaindex aus Deutschland per Dezember lag mit 9,3 Zählern über der Prognose von 9,2 Punkten und lieferte leicht bullishe Impulse.
Trotzdem ging es am Nachmittag wieder deutlich nach unten und die Futures beendeten den Handel auf Tagestiefstand deutlich im Minus.
Aus den USA kamen keine neuen Impulse und so blieb vieles der Markttechnik überlassen.
 
Am Devisenmarkt wird bereits jetzt das am Donnerstag stattfindende Meeting der Europäischen Zentralbank (EZB) diskutiert. Allgemein erwartet man hier die Ankündigung weiterer expansiver Maßnahmen und so gerät der Euro immer mehr unter Druck und rutschte bereits am Freitag unter die 1,06-Dollar-Marke.

Trotz der Währungsverluste werden die deutschen Heizölpreise mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus in einer Größenordnung von knapp einem halben Cent pro Liter erwarten. Somit sind die Langzeittiefstände von Januar und August in greifbarer Nähe!