Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit weiteren Aufschlägen - Euro gibt nach!

15.02.2016, 07:28 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitagabend deutlich ins Plus gedreht. Gleichzeitig musste der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar Verluste hinnehmen, sodass die Heizöl-Notierungen auch heute mit kräftigen Aufschlägen in die neue Handelswoche starten werden.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 33,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 29,30 Dollar. Der Euro wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1220 US-Dollar gehandelt.

Wie schon tags zuvor, zeigten sich die Rohölpreise bei relativ geringen Schwankungen, aber relativ hohen Umsätzen lange Zeit recht stabil.
Neue Konjunkturdaten kamen naturgemäß zuerst aus Europa, wo das deutsche Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal mit plus 2,1 Prozent veröffentlicht wurde. Die Erwartungen lagen jedoch bei 2,3 Prozent.
Die Vergleichszahlen der EU trafen mit 1,5 Prozent genau die Analysenschätzung, während die Industrieproduktion per Dezember mit einem Minus von 1,3 Prozent enttäuschten.
In den USA stiegen die Einzelhandelsumsätze per Januar mit plus 0,2 Prozent etwas stärker als erwartet und auch der Rückgang der Importpreise fiel mit minus 1,1 Prozent etwas weniger deutlich aus als erwartet. Der Konjunkturerwartungsindex der Uni Michigan blieb  mit 90,7 sowohl unterhalb der Prognose, als auch unterhalb des Januar-Wertes.
Die neuen Spekulationen um eine mögliche Förderkürzung der OPEC rief nun auch Venezuela auf den Plan. Die Südamerikaner schlugen ein "Einfrieren" des aktuellen Produktionsniveaus für eine bestimmte Zeit vor.
Nachdem am späten Nachmittag ein technisches Kaufsignal ausgelöst wurde, zogen die Futures dann noch kräftig um 1,5 bis 2 US-Dollar je Barrel an.

Am Devisenmarkt geriet der Euro nach Bekanntgabe der schwachen Konjunkturdaten aus Europa unter Druck, was sich am Nachmittag noch verstärkte, was vor allem mit den weniger stark gefallenen US-Importpreisen in Verbindung zu bringen war.

Weniger gute Vorgaben also für den heimischen Heizöl-Markt, wo die Notierungen heute aller Voraussicht nach mit Aufschlägen in einer Größenordnung von 1 bis 1,2 Cent pro Liter in den Handel starten werden. Die Nachfrage hat sich in den letzten Tagen deutlich belebt.