Heizöl-Markt aktuell: DOE-Ölbestandsdaten holen Ölpreise zurück!

19.02.2016, 08:26 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben nach Veröffentlichung bullish zu wertender Ölbestandsdaten aus den USA, gestern eine Kehrtwende vollzogen und sind in etwa auf Ausgangsniveau zurückgekommen. Bei relativ stabilen Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen heute in Folge mit leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche gehen.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei rund 34 US-Dollar pro Barrel, ein Fass der US-Ölsorte "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 30,50 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar wieder nur knapp behaupten und wird derzeit  zu Kursen um 1,1120 US-Dollar gehandelt.

Die überraschende Geschlossenheit innerhalb der OPEC und der durch das American Petroleum Institute (API) vermeldete, völlig unerwartete Rückgang der US-Ölbestände, ließen die Rohölpreise auch gestern zunächst weiter deutlich nach oben tendieren.
Unterstützt wurde diese Entwicklung dann auch noch von guten US-Arbeitsmarktdaten, denn die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind in dieser Woche von 269.000 auf 262.000 zurückgegangen. Auch der Philadelphia Fed Herstellungsindex lag per Februar mit minus 2,8 etwas über den Erwartungen.
Einen Einbruch gab es dann aber nach Bekanntgabe der viel beachteten DOE-Ölbestandsdaten, denn diese wiesen im Gegensatz zu den API-Zahlen vom Vortag, einen Zuwachs von in Summe 6,5 Millionen Barrel aus. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem Aufbau von gut einer Million Fass gerechnet.
Spontan brach der Ölkomplex ein und fiel bis Handelsschluss sogar unter sein Ausgangsniveau zurück.

Wenig Impulse gab es gestern wieder am Devisenmarkt, wo der Euro zwar kurzzeitig unter die 1,11-Dollar-Marke zurückfiel, sich aber schnell wieder erholen konnte. Die Markteilnehmer warten weiterhin auf Signale, ob und wann die US-Notenbank die angekündigten Zinsanhebungen durchführen wird.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben aller Voraussicht nach mit einem leichten Minus in den letzten Handelstag der Woche starten, die insgesamt aber leider trotzdem recht kräftige Aufschläge eingefahren hat. Aktuelle Berechnungen lassen einen Rückgang von maximal einen halben Cent pro Liter erwarten.