Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben schwach, Heizölpreise hoch!

08.11.2018, 08:11 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages zwar deutliche Gewinne einfahren können, gingen letztendlich aber kaum verändert, auf schwachem Vortagsniveau, aus dem Handel. Bei weitgehend stabilen Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen, aufgrund der schlechten Versorgungslage und der gestiegenen Gasölpreise, mit weiteren Aufschlägen starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,80 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1435 US-Dollar gehandelt.

Nach den eindeutig preisdrückend ausgefallenen Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) und dem Monatsreport der Statistikabteilung des US-Energieministeriums (EIA), in dem die Nachfrageprognose und in Folge auch die Preiserwartungen für nächstes Jahr nach unten korrigiert worden sind, konnten sich die Rohölpreise gestern im frühen asiatisch und europäisch geprägten Handel von den Verlusten des Vortages zunächst etwas erholen.
Die Meldung, wonach OPEC und Co. am kommenden Wochenende bei ihrem Treffen in Abu Dhabi die Möglichkeit weiterer Produktionskürzungen im nächsten Jahr diskutieren wollen, führte dann aber zwischenzeitlich verstärkt zu Käufen und die Futures schnellten innerhalb kurzer Zeit um rund eineinhalb Dollar pro Barrel nach oben.
Während die Gewinne bei Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Diesel und Heizöl, überraschenderweise stehen blieben, sackten die Rohölpreise bald wieder ab und mit Bekanntgabe der DOE-Ölbestandsdaten ging es dann schnell wieder zurück auf Ausgangsniveau.
Das Department of Energy (DOE) vermeldete einen Aufbau der US-Ölbestände von insgesamt gut vier Millionen Barrel, womit die API-Zahlen vom Vortag sogar noch übertroffen wurden. Die Rohölbestände stiegen um 5,8 Millionen Fass, die Benzinvorräte um 1,9 Mio. Barrel. Lediglich die Destillate reduzierten sich um 3,5 Millionen Fass. Die Nachfrage ging über alle Produktgruppen im Vergleich zur Vorwoche zurück.
Heute Morgen wurden neue Außenhandelszahlen aus China vermeldet. Hier stiegen die Rohölimporte per Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 31 Prozent an. Im gesamten Jahr liegt die Steigerung nun bei gut 8 Prozent. Möglicherweise wurde die Bilanz aber, aufgrund von vorgezogenen Käufen im Vorfeld der Iran-Sanktionen, etwas verfälscht.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern weiter stabilisieren und dabei sicherlich auch vom Ausgang der US-Wahlen etwas profitieren. Heute richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler auf die Konjunkturprognosen der Eu-Kommission und am Abend auf die Sitzung der US-Notenbank. Hier wird zwar nicht mit einer Veränderung des Leitzinssatzes gerechnet, jedoch erwarten sich die Beobachter neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Fed.
 
Die Heizölpreise in Deutschland werden sich heute aller Voraussicht nach wieder einmal von den Rohölpreisen abkoppeln und mit steigender Tendenz in den Handel starten. Schuld sind, neben der nach wie vor katastrophalen Versorgungslage, auch die Gasölpreise, die gestern im Gegensatz zu den Rohölpreisen deutlich angestiegen sind. Aktuelle Berechnungen lassen ein Plus in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter erwarten, erste Preistendenzen lassen erhoffen, dass die Aufschläge nicht ganz so hoch ausfallen werden. Die ganze Wahrheit wird aber wieder erst in den Mittagsstunden zu Tage treten, wenn dem Handel die wenigen verfügbaren Mengen angeboten werden. Nach wie vor ist keine baldige Änderung der derzeitigen Situation zu erwarten und es empfiehlt sich auch weiterhin der rechtzeitige Kauf einer Teilmenge.

Weitere Marktberichte

Freitag, 09.11.2018, 08:07 Uhr

Die Ölpreise haben gestern wieder deutliche Verluste hinnehmen müssen und stehen derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Mitte April. Den Verbrauchern hilft dies aber leider wenig, denn die Kraftstoff- und Heizölpreise auf sehr hohem Niveau.

Mittwoch, 07.11.2018, 08:51 Uhr

Die Ölpreise haben gestern wieder deutliche Verluste hinnehmen müssen und sind vorübergehend auf ein Drei-Monats-Tief zurückgefallen. Da die Versorgungslage im Inland aber nach wie vor angespannt ist, werden sich die Heizöl-Notierungen stabil starten.

Heizöl-Marktdaten

Gasölpreis

 
08.11.: *1) 671,75 $
07.11.: *2) 699,00 $

Rohölpreis (Brent)

 
08.11.: *1) 70,91 $
07.11.: *2) 71,99 $

Dollarkurs

 
08.11.: *1) 0,8800 €
07.11.: *2) 0,8748 €

*1) Schlusskurs vom Stand 08.11.2018, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (07.11.2018, 23:59 Uhr)

Heizöl-Charts

 
08.11.: *1) 89,29 €
07.11.: *2) 89,56 €

*1) Schlusskurs vom Stand 08.11.2018, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (07.11.2018, 23:59 Uhr)

Heizöl Preisrechner