Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise trotz US-Bestandsaufbau etwas fester - Heizölpreise wenig verändert!

16.11.2018, 08:28 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten befinden sich heute Morgen auf dem Weg nach oben, obwohl auch das Department of Energy (DOE) gestern am späten Nachmittag einen deutlichen Aufbau der US-Ölbestände vermeldet hatte. Die Heizöl-Notierungen hierzulande starten heute Morgen aber weitgehend stabil in den letzten Handelstag der Woche.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 67,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 57 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1345 US-Dollar gehandelt.

Die Rohölpreise befinden sich weiter auf Konsolidierungskurs. Nach dem Abverkauf zum Wochenstart, haben sich die Futures nun scheinbar wieder etwas gefangen und suchen nun einen neue Richtung.
Trotz der eindeutig bearish zu wertenden Bestandszahlen des American Petroleum Institute (API), zogen die Futures gestern zunächst vom Start weg an und konnten bis zum Abend hin um rund 1,5 Dollar pro Barrel zulegen.
Die am späten Nachmittag veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten brachten einen Aufbau von 10,3 Millionen Barrel bei den Rohölvorräten, aber auch einen Rückgang von fünf Millionen Fass bei Heizöl bzw. Diesel und Benzin. Zudem stieg die Nachfrage deutlich an.
Ingesamt fiel die Reaktion uneinheitlich aus, denn die Börsianer hatten nach den API-Zahlen vom Vortag wohl schon mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet. Dennoch gaben die Notierungen bis Handelsschluss wieder etwas nach.
Heute Morgen zeigt sich der gesamt Ölkomplex sehr fest, was wohl mit der ingesamt recht hohen Volatilität zu erklären ist. Entsprechende Meldungen gibt es dazu zumindest nicht.
Insgesamt bleibt das Marktumfeld aber wohl leicht bearish gestimmt, zumal Russland einer Kürzung der Ölförderung nicht unbedingt positiv gegenüber steht. Energieminister Alexander Nowak zeigt sich zufrieden mit dem aktuellen Preisniveau und sieht keinen Sinn, die Abwärtsbewegung aufzuhalten.
Gut läuft es derzeit bei den beiden großen afrikanischen Ölförderländern. Während Nigeria die Produktion im nächsten Jahr von derzeit 1,6 auf 1,8 Millionen Barrel pro Tag anheben will, meldet Libyen einen Fördermenge von derzeit 1,28 Mio. Barrel pro Tag. Im Juni, als die Produktion noch durch Rebellenangriffe massiv beeinträchtigt war, lag der Ausstoß bei nicht einmal der Hälfte.
Es läuft also auf der Angebotsseite derzeit alles rund und solang dies der Fall ist und sich die OPEC nicht auf eine Mengenreduzierung verständigen kann, werden die Ölpreise nun wenig Spielraum nach oben haben.

Dies gilt allerdings auch für den Euro am Devisenmarkt, auch wenn sich die Gemeinschaftswährung im Vergleich zum US-Dollar gestern weiter stabilisieren und sogar leicht zulegen konnte. In Großbritannien sind gleich sechs Minister aus Protest gegen den Brexit-Vertrag zurückgetreten und bringen so Premierministerin May stark in Bedrängnis. Außerdem ist nach wie vor ungewiß, wie sich der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien weiterentwickeln wird.
 
Am heimischen Heizöl-Markt geht eine gute Woche zu Ende und die Heizöl-Notierungen sind erfreulicherweise auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen gefallen. Auch heute sollte es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen wieder leichte Abschläge geben. Auch wenn man, vor allem im Süden, Westen und in großen Teilen Ostdeutschlands, angesichts der sehr hohen Frachtkosten mit dem Preisniveau noch nicht zufrieden sein kann, zeigen die Kurspfeile der letzten Tage doch in die richtige Richtung. Da sich die Versorgungslage aber leider nicht verbessert und die Nachfrage in den letzten Tagen wieder deutlich angezogen hat, kann aber keine Entwarnung gegeben werden. Die Lieferzeiten bleiben außerordentlich lang und es dringend anzuraten, vorausschauend zu planen und rechtzeitig zu bestellen. Die Liefertermine vor Weihnachten werden immer knapper und die Temperaturen gehen derweil in den Keller!

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Donnerstag, 15.11.2018, 08:50 Uhr

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den massiven Abschlägen zu Wochenbeginn gestern fangen können und sind mit Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Die Heizöl-Notierungen starten mit leichten Aufschlägen in den Tag.

Heizöl-Marktdaten

Gasölpreis

 
16.11.: *1) 635,25 $
15.11.: *2) 635,00 $

Rohölpreis (Brent)

 
16.11.: *1) 67,09 $
15.11.: *2) 66,70 $

Dollarkurs

 
16.11.: *1) 0,8758 €
15.11.: *2) 0,8832 €

*1) Schlusskurs vom Stand 16.11.2018, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (15.11.2018, 23:59 Uhr)

Heizöl-Charts

 
16.11.: *1) 83,34 €
15.11.: *2) 84,72 €

*1) Schlusskurs vom Stand 16.11.2018, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (15.11.2018, 23:59 Uhr)

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