Heizöl-Markt aktuell: USA töten iranischen General - Öl- und Heizölpreise ziehen deutlich an!

03.01.2020, 08:02 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben in der Nacht deutlich zugelegt nachdem bekannt wurde, dass die USA in Bagdad einen ranghohen iranischen General getötet hat. Dies lässt eine Eskalation der Lage im Nahen Osten befürchten. Die Heizöl-Notierungen werden heute mit deutlichen Aufschlägen in den zweiten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 68,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 62,90 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1170 Dollar gehandelt.

Zu Beginn des neuen Jahres ziehen die Rohölpreise leider weiter an. Verantwortlich hierfür sind neue Spannungen im Nahen Osten, die mit der gezielten Tötung eines ranghohen iranischen Generals durch die USA ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Teheran hat bereits mit schwerer Vergeltung gedroht.
Bereits in den letzten Tagen kam es zu Kampfhandlungen im Irak, bei dem ein US-Zivilist getötet worden ist. Die USA reagierte mit dem Beschuss irakischer Milizen, die auch von dem getöteten iranischen General gesteuert worden sein sollen.
Am Ölmarkt reagierten die Markteilnehmer sofort auf die Meldung aus Bagdad und die Futures schossen heute am frühen Morgen binnen weniger Minuten um gut zwei Dollar pro Barrel nach oben. Ob dies als Risikoprämie in den nächsten Tagen Bestand haben wird, wird sich zeigen. Fakt ist, dass die Ölpreise bei einer Eskalation der Lage zwischen Washington und Teheran bzw. im Nahen Osten weiter deutlich anziehen werden.
Ansonsten gab es gestern einen relativ unspektakulären Handel mit nur geringen Preisausschlägen. Preisdrückend wirkte die Meldung, dass Russland seine Ölproduktion im vergangenen Jahr weiter erhöht hat, obwohl die Förderung im Rahmen des OPEC-Abkommens eigentlich gedrosselt hätte werden sollen. Auch Nigeria will seine Ölexporte im Februar angeblich weiter ausbauen.
Spannend wird in nächster Zeit sicherlich auch zu beobachten sein, wie es mit der US-Ölproduktion weitergehen wird. Der starke Rückgang der aktiven US-Bohranlagen im letzten Jahr könnte sich schon bald auf die Fördermengen auswirken. Immer mehr Analysten und Marktbeobachter rechnen damit, dass die US-Schieferölindustrie ihr Zenit bald erreicht haben wird.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern nicht von einem überraschend gut ausgefallenen EU-Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe profitieren und fiel im Vergleich zum US-Dollar deutlich spürbar zurück. Unterstützt wurde der Greenback dann am Nachmittag durch solide Zahlen vom US-Arbeitsarkt.

Denkbar schlechte Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute kräftig anziehen werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Es ist aber nicht auszuschließen, dass es im Laufe des Tages noch zu größeren Aufschlägen kommen wird. Wer mit dem Vorrat nicht über den Winter kommt und auf der sicheren Seite stehen will, sollte den Bestand aufstocken.

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Die Ölpreise haben sich zum Jahreswechsel nur wenig verändert und starten somit weitgehend stabil in das neue Jahr. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die heute eventuell sogar mit leichten Abschlägen in den ersten Handelstag gehen werden.

Heizöl-Marktdaten

Gasölpreis

 
03.01.: *1) 629,75 $
02.01.: *2) 616,00 $

Rohölpreis (Brent)

 
03.01.: *1) 68,71 $
02.01.: *2) 66,23 $

Dollarkurs

 
03.01.: *1) 0,8961 €
02.01.: *2) 0,8952 €

*1) Schlusskurs vom Stand 03.01.2020, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (02.01.2020, 23:59 Uhr)

Heizöl-Charts

 
03.01.: *1) 69,66 €
02.01.: *2) 67,91 €

*1) Schlusskurs vom Stand 03.01.2020, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (02.01.2020, 23:59 Uhr)

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