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Marktbericht vom 24.06.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise unbeeindruckt von Unruhe am Gasmarkt - Heizölpreise weitgehend stabil

24.06.2022, 08:54 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten waren gestern im Großen und Ganzen keinen größeren Kursschwankungen unterworfen und zeigten sich somit mehr oder weniger unbeeindruckt von den Unruhen am Gasmarkt. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen heute wenig verändert bis leicht nachgebend in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 110,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 105 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar leicht zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0540 US-Dollar gehandelt.

Nachdem das American Petroleum Institute (API) am Mittwochabend einen doch etwas überraschenden Aufbau bei den Rohölbeständen vermeldet hatte, starteten die Rohölpreise gestern zunächst etwas schwächer in den Tag. Im Laufe des Handels ging es dann aber schon wieder nach oben, was angesichts der Lage am Gasmarkt nicht verwunderlich ist.
Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck hat die Stufe 2 den Notfallplans aufgerufen, wodurch Gas nun ganz offiziell zu einem knappen Gut ist. Ursache hierfür ist die starke Drosselung der Lieferungen durch Russland nach Europa. Es ist zu beürchten, dass sich die ohnehin schon sehr hohen Gaspreise in den nächsten Wochen und Monaten nochmals deutlich verteuern werden.
Dies hat sicherlich auch Auswirkung auf die Ölnachfrage, denn wer immer kann, wird mit dem Brennstoff auf Öl oder andere Energieträger ausweichen. Dies ist jetzt auch schon am Markt für Holzpellets spürbar, wo sich die Preise im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt haben.
Die mit Spannung erwarteten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) wurden gestern aufgrund eines Systemfehlers nicht veröffentlicht.
Dafür gab es aber eine ganze Reihe neuer Konjunkturdaten, die - wen wundert? - durchweg schlecht ausgefallen sind. Die EU Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor verfehlten mit 52 bzw. 52,8 Punkten die Prognose ebenso, wie die am Nachmittag veröffentlichten Vergleichszahlen aus den USA. Hier gab es dann aber noch solide Zahlen vom Arbeitsmarkt.
Insgesamt dürfte die Krise am Energiemarkt die Konjunktur in Europa stärker belasten als andere Wirtschaftsregionen.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern wieder etwas zurückgefallen, was angesichts der schwachen Konjunkturdaten und der immer stärker aufkommenden Rezessionsängste in Europa nicht verwunderlich ist. Heute warten die Händler auf den Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland.


Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben heute weitgehend stabil in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht sogar ein leichtes Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Situation am Gasmarkt hat viele Verbraucher wach gerüttelt und die Nachfrage steigt. Wer jetzt Heizöl ordert, kann sicher sein, nächsten Winter nicht im Kalten zu sitzen. Diese Möglichheit hat derzeit leider nicht jeder!

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 24.06.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (23.06.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 24.06.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (23.06.2022, 23:59 Uhr)

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