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Marktbericht vom 06.09.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise starten leichter - Heizölpreise heute kaum verändert

06.09.2022, 08:40 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weitere deutliche Gewinne erzielen können, mussten einen Teil davon aber bis Handelsschluss wieder abgeben. Heute Morgen gibt es bislang keine größeren Kursschwankungen, sodass die Heizöl-Notierungen wenig verändert bis leicht fallend in den heutigen Tag starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 95,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 88,80 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas an Boden gutmachen und wird heute Morgen zu Kursen um 99,5 Dollar-Cent gehandelt.

Zum Wochenstart überwogen gestern eindeutig die bullish, also preistreibend zu wertenden Faktoren, sodass die Rohölpreise zunächst folgerichtig weiter angestiegen sind. An dieser Marktkonstellation hat sich auch heute nichts geändert, sodass in nächster Zeit tendenziell mit weiteren Aufschlägen zu rechnen ist.
Vor allem die Gaskrise in Europa wirkt sich auf die zu erwartende Ölnachfrage aus, da viele Kraftwerksbetreiber und Industriebetriebe, wo möglich, natürlich auf Öl umstellen. Aber auch die Tatsache, dass das Atomabkommen mit dem Iran wohl wieder auf der Kippe steht, ließ die Futures gestern zunächst weiter ansteigen.
Zudem bereitet das Thema Preisobergrenze für russisches Öl zunehmend Sorgen. Aus dem Kreml kam gestern die Drohung, im Falle einer Umsetzung verstärkt noch mehr Öl nach Asien zu verkaufen. In Folge könnten die Preise für Europa weiter steigen, im schlimmsten Fall könnte es aber auch Versorgungsengpässe geben.
Eine durchaus überraschende Meldung kam gestern vom Treffen der OPEC+ Staaten. Hier einigte man sich ab Oktober auf eine Förderkürzung von 0,1 Millionen Barrel pro Tag. Auch wenn dies aufgrund der geringen Menge eher einen symbolischen Charakter hat, so ist es doch auch als Zeichen zu werten, dass das Bündnis jederzeit bereit ist, die Zügel wieder anzuziehen und somit die Ölpreise hoch zu halten.

Am Devisenmarkt fiel der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern auf ein neues Langzeittief zurück, sonnte sich am Nachmittag dann aber stabilisieren. Heute kann unsere Gemeinschaftswährung wieder etwas zulegen, obwohl die Arbeitsaufträge der deutschen Industrie per Juli mit einem Minus von 1,1 Prozent etwas stärker zurückgegangen sind als erwartet.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute stabil, regional unter Umständen auch etwas nachgebend in den heutigen Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht im Durchschnitt ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Weiterhin haben die Notierungen aber kaum Luft nach unten, da die Nachfrage nach wie vor auf einem ungewöhnlich hohem Niveau bleibt und sich die Versorgungslage, vor allem aufgrund der Niedrigwasserlage, auch in den nächsten Wochen kaum verbessern dürfte. Die Lieferzeiten beträgt in einigen Regionen mittlerweile vier Monate, sodass Termine für dieses Jahr schon weitgehend ausgebucht sind.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 06.09.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (05.09.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 06.09.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (05.09.2022, 23:59 Uhr)

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