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Marktbericht vom 08.09.2022

Heizöl-Markt aktuell: Rohölpreise weiter unter Druck - Heizölpreise bleiben abgekoppelt

08.09.2022, 08:42 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages erneut deutliche Verluste hinnehmen müssen und die Brentöl-Futures erstmals seit über einem halben Jahr wieder die 90-Dollar-Marke unterschritten. Auch bei den Heizöl-Notierungen geht es zögerlich nach unten, wenngleich heute in der Eröffnung vierlerorts leichte Aufschläge zu sehen sind.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 88,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 82,60 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um einen Dollar gehandelt.

In den letzten Tagen haben die "Bären" am Ölmarkt wieder die Oberhand gewonnen und sich mit ihren Sorgen um die globale Konjunkturentwicklung durchgesetzt. Die Rohölpreise sind innerhalb von wenigen Tagen um mehr als 15 Prozent zurückgegangen.
Dies, obwohl die Gaskrise in Europa die Ölpreise sicherlich stützt und es auch immer wieder neue Versorgungsprobleme, beispielsweise durch Lieferstörungen in Libyen gibt. Zudem droht der russische Präsident Putin offen mit der Einstellung aller Energielieferungen, falls die von den G7-Staaten angestrebte Preisobergrenze für russisches Öl umgesetzt werden sollte.
Preisdrückend wirkt aber nach wie vor die Corona-Lage in China, die nach wie vor gestörten Lieferketten und die stark steigenden Zinsen.
Der gestern von der Energy Information Administration (EIA) veröffentlichte Monatsreport wirkte sich kaum auf die Preisfindung aus, ebenso die nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API). Hier gab es bei Rohöl einen überraschend starken Aufbau von 3,6 Millionen Barrel und auch bei den Destillaten eine Zuwachs von 1,8 Millionen Fass. Zudem gingen die Benzinvorräte nicht so stark zurück wie erwartet. Da die Öl-Futures zu diesem Zeitpunkt schon eine deutliche Wegstrecke nach unten zurückgelegt hatten, blieben die Zahlen ohne Wirkung. Heute Morgen ist sogar eine leichte Erholung des Ölkomplexes zu beobachten.
Im weiteren Tagesverlauf warten die Marktteilnehmer auf die neuen Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE).

Auch amm Devisenmarkt wird es heute spannend, wenn sich die Europäische Zentralbank am Nachmittag zu ihrer Zinssitzung trifft. Mittlerweile rechnen die meisten Marktteilnehmer mit einer Leitzinserhöhung von 0,75 Basispunkte. Im Vorfeld konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern schon mal zulegen und zeitweise wieder die Parität, also den Gleichstand zur US-Währung erreichen.

Die Heizölpreise hierzulande haben in den letzten Tagen erfreulicherweise ebenfalls nachgegeben, bleiben aber aufgrund der Versorgungsprobleme, des schwachen Euros und der sehr hohen Nachfrage im Vergleich zu den Rohölpreisen viel zu teuer. Auch gestern gaben die Preise für Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Heizöl bzw. Diesel nicht so stark nach wie die Rohölpreise, sodass heute in einigen Regionen sogar leichte Aufschläge zu verzeichnen sind. Insgesamt sollten sich die Notierungen heute aber weitgehend stabil entwickeln.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 08.09.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (07.09.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 08.09.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (07.09.2022, 23:59 Uhr)

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