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Marktbericht vom 05.10.2022

Heizöl-Markt aktuell: Spekulationen um OPEC treiben Öl- und Heizölpreise nach oben!

05.10.2022, 08:22 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Vorfeld des heute beginnenden Treffens der OPEC+ Organisation weitere deutliche Gewinne verbuchen können. In Folge zogen die Heizölpreise bereits gestern kräftig an, heute könnte es aber leider noch etwas weiter nach oben gehen.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 86,40 Dollar. Der Euro bleibt im Vergleich zum US-Dollar vorerst auf der Gewinnerstraße und wird heute Morgen zu Kursen um 99,75 Dollar-Cent gehandelt.

Die Marktteilnehmer bereiten sich offenbar auf eine stärker als ursprünglich erwartete Förderkürzung seitens der OPEC+ Gruppe vor. Zumindest zogen die Rohölpreise gestern weiter deutlich an, nachdem Spekulationen aus Kreisen des Produzentenbündnis die Runde machten, dass es eventuell auch eine stärkere Quotensenkung um bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag geben könnte. Dabei muss aber auch immer wieder unterschieden werden muss, ob Basis hierfür das bisher offizielle Produktionsziel, oder aber die derzeit tatsächlich geförderte Menge herangezogen wird.
Klar scheint hingegen zu sein, dass es stark unterschiedliche Vorstellungen innerhalb der Gruppe gibt und es heute wohl zu einer längeren Sitzung kommen wird. Der Wichtigkeit des Treffens wurde auch damit Ausdruck verleihen, dass dieses erstmals seit März 2020 wieder in einem persönlichen Rahmen in Wien stattfindet. Mit Ergebnissen ist aber bestenfalls wohl erst am späten Nachmittag oder Abend zu rechnen.
Heute gegen 16.30 Uhr werden zudem die neuen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) erwartet. Nachdem gestern nach Börsenschluss bereits das American Petroleum Institute (API) einen überraschend deutlichen Rückgang über alle Produktbereiche vermeldet hat, könnte es hier einen zusätzliche preistreibenden Faktor geben.
Große Probleme gibt es zudem weiterhin in Frankreich. Hier legt ein Streik seit Tagen einen Großteil der Raffinerieproduktion lahm, was die ohnehin knappe Versorgungslage in Europa bei Kraftstoffen und Heizöl weiter verschärft.

Am Devisenmarkt kommt für den Euro im Vergleich zum US-Dollar die Parität, also ein Tausch im Verhältnis 1 zu 1, langsam wieder in Reichweite. Verantwortlich für die seit Tagen recht positive Entwicklung unserer Gemeinschaftswährung waren zuletzt eher schwache Konjunkturdaten aus den Staaten, die den Börsianern Hoffnung geben, dass sich das Tempo der Zinsanhebungen bald deutlich verringern könnte.

Trotz der Währungsgewinne werden die Heizölpreise aller Voraussicht nach auch heute wieder mit Aufschlägen in den Tag starten. Jedoch fanden zum großen Teil bereits gestern die Vorgaben von den internationalen Ölmärkten in den Notierungen Berücksichtigung, sodass sich die Aufschläge in Grenzen halten sollten. Außerdem hat die Nachfrage nun doch etwas nachgelassen, sodass es von dieser Seite eher etwas Entlastung gibt, was sich entsprechend drückend auf die Preise auswirken dürfte. Insgesamt bleibt es aber bei stark ausgelasteten Kapazitäten und Lieferzeiten je nach Region von mehreren Wochen bis zu knapp vier Monaten!

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 05.10.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (04.10.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 05.10.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (04.10.2022, 23:59 Uhr)

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