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Marktbericht vom 02.11.2022

Heizöl-Markt aktuell: Rohöl zieht an - Heizölpreise geben nach!

02.11.2022, 08:34 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern im Tagesverlauf deutlich verteuert und starten auch heute Morgen mit Aufschlägen in den asiatisch geprägten Handel. Da die Gasölpreise gleichzeitig aber nach unten gehandelt wurden, gehen die Heizöl-Notierungen auch heute etwas leichter in den Tag.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 95,60 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung November kostet zur Stunde 1.051 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar immer weiter an Wert und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 98,8 Dollar-Cent gehandelt.

Die seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine zu beobachtende unterschiedliche Preisentwicklung von Rohöl und Gasöl setzt sich fort. Allerdings geht es nun aus Verbrauchersicht in die richtige Richtung und die Schere beginnt sich wieder zu schließen. Seit Anfang Oktober hat Rohöl um gut 7 Prozent zugelegt, Gasöl hingegen ist relativ stabil geblieben und die Heizölpreise haben sogar nachgegeben.
Zuletzt gab es bei Rohöl an den Börsen einen Frontmonatswechsel, der sich hier weiter preissteigernd ausgewirkt hat. Dies zeigt, dass mit Marktteilnehmer in Zukunft eher mit anziehenden Notierungen rechnen, was zum einen mit der Förderkürzung der OPEC+ Staaten in Zusammenhang zu bringen ist, zum anderen mit den geplanten neuen Sanktionen gegen Russland, die Anfang Dezember zur Umsetzung kommen sollen.
Die Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung hat zuletzt aber offenbar preisdämpfend auf die Gasöl-, also Destillat-Notierungen gewirkt. Hier lasten vor allem schwache Wirtschaftsindikationen aus China auf den Markt.
Gestern nach Börsenschluss kamen zudem neue Ölbestandsdaten aus den USA, die leicht bearish auf Heizöl bzw. Diesel wirken. Das American Petroleum Institute (API) vermeldete zwar einen deutlichen Rückgang bei Rohöl, dafür aber einen leichten und vor allem unerwarteten Aufbau bei Destillaten, die in diesen Tagen und Wochen aufgrund der allgemeinen Knappheit stark im Fokus stehen. Heute Nachmittag werden die wesentlich umfang- und somit einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE) veröffentlicht.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern nur vorübergehend von den Kursverlusten zu Wochenbeginn erholen und fiel mit dem Start in den US-Handel wieder deutlich zurück. Im September gab es in den USA überraschend einen Anstieg der neu geschaffenen Stellen, was den Greenback entsprechend nach oben treibt. Heute steht zudem die nächste Zinserhöhung durch die US-Notenbank an. Eingepreist ist wohl bereits ein weiterer Zinsschritt um 75 Basispunkte. Mit Spannung wird aber natürlich der weitere Ausblick durch Fed-Chef Jerome Powell erwartet.

Trotz der Währungsverluste starten die Heizölpreise hierzulande erfreulicherweise auch heute wieder mit Abschlägen in den Handel. Erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Somit haben die Notierungen mittlerweile das niedrigste Niveau seit Anfang Juli erreicht und gerade für sicherheitsorientierte Verbraucher bietet sich die Gelegenheit, den Vorrat wieder etwas aufzustocken. Bei der Voratsplanung sollten auch weiterhin die recht langen Lieferzeiten berücksichtigt werden, die in einigen Regionen immer noch bei mehreren Wochen liegen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 02.11.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (01.11.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 02.11.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (01.11.2022, 23:59 Uhr)

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