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Marktbericht vom 04.11.2022

Heizöl-Markt aktuell: Öl- und Gasölpreise ziehen wieder an - Heizölpreise zum Wochenschluss etwas teuerer!

04.11.2022, 08:02 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Gasölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern mit dem Start des US-Handels leider kräftig angezogen, die Rohölpreise folgen heute morgen im asiatisch geprägten Handel bislang ebenfalls. Nach einem schönen Rückgang in dieser Woche, werden in Folge aller Voraussicht nach auch die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 96,80 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung November kostet zur Stunde 1.114 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar erneut zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 98,2 Dollar-Cent gehandelt.

Die Rohölpreise haben seit Mitte Oktober wieder deutlich zugelegt und dabei von den Unsicherheiten über das künftig verfügbare Angebot profitiert. Mit der Förderkürzung der OPEC+ Staaten und den Anfang Dezember greifenden neuen Russland-Sanktionen gibt es hier derzeit zwei große Fragezeichen. Zudem warnte der saudische Geheimdienst kürzlich vor einem Angriff aus dem Iran.
Etwas erstaunlich haben sich die Gasölpreise in dieser Zeit aber relativ stabil entwickelt, obwohl die Bestände hier diesseits und jenseits des Atlantiks weiterhin auf einem äußerst niedrigen Niveau liegen, was durch die jüngsten US-Ölbestandsdaten wieder bestätigt wurde. Bei Gasöl hat es zuletzt aber durch die Beendigung der Streiks in Frankreich einen positiven Sondereffekt gegeben.
Gestern schürten relativ gut ausgefallene Konjunkturdaten aber wieder die Angst, dass es bei Heizöl bzw. Diesel bald zu einem Angebotsdefizit und somit zu Lieferengpässen kommen könnte und so zogen die Gasöl-Futures deutlich an. Zu allem Überfluss gab es auch noch einen Brand an einer texanischen Raffinerie.
Heute Morgen stützt zusätzlich die Meldung, dass der saudische Ölkonzern Aramco die Preise für Dezember-Lieferungen nach Europa erhöht hat.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar unter Druck. Dieser profitiert in diesen Tagen nicht nur von der jüngsten Anhebung der US-Zinsen um weitere 0,75 Prozent, sondern auch von begleitenden Äußerungen von Notenbankchef Jerome Powell, dass diese im kommenden Jahr weiter stärker erhöht werden könnten, als dies von den Marktteilnehmern bislang erwartet worden war.

Zum Schluss der Woche als leider keine guten Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wobei die Heizölpreise im bisherigen Verlauf aber erfreulicherweise deutlich nachgeben haben. Geht es nach aktuellen Berechnungen sollte es heute Aufschläge in einer Größenordnung von bis zu vier Cent pro Liter geben. Erste Preistendenzen lassen aber hoffen, dass das Plus deutlich geringer ausfallen wird. Mittlerweile haben die Notierungen das niedrigste Preisniveau seit knapp vier Monaten erreicht und es wird wieder fleißig bestellt, so dass auch die Lieferzeiten auf absehbare Zeit wohl außergewöhnlich lang bleiben werden.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 04.11.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (03.11.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 04.11.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (03.11.2022, 23:59 Uhr)

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