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Marktbericht vom 16.11.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise nach Raketeneinschlag mit Ausschlag nach oben - Heizölpreise wenig verändert!

16.11.2022, 08:04 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zunächst in einer recht engen Handelsspanne seitwärts entwickelt, bis ein Raketeneinschlag in Polen vermeldet wurde. Am späten Abend gaben die Futures aber schon wieder nach und auch heute morgen sind die Kurspfeile überwiegend nach unten gerichtet. In Folge werden die Heizöl-Notierungen in der Eröffnung nur wenig verändert erwartet.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 93,30 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 989 Dollar. Der Euro befindet sich im Vergleich zum US-Dollar weiter auf der Siegerstrasse und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0380 Dollar gehandelt.

Nach den eher preisdrückend zu wertenden Monatsberichten der Energy Information Administration (EIA) und der OPEC, stand gestern der Report der Internationalen Energieagentur (IEA) auf der Agenda.
In diesem wurde durchaus überraschend die Nachfrageprognose für nächstes Jahr leicht um 0,1 Millionen Barrel pro Tag nach oben korrigiert. Gleichzeitig sieht man die Versorgungslage bei Mitteldestillaten weiterhin mit Sorge und auch einen eventuellen deutlichen Rückgang der Ölförderung Russlands. Insgesamt fiel der Bericht eher bullish, also preistreibend aus.
Die Rohölpreise konnten davon aber nicht profitieren, obwohl zeitnah auch gute Konjunkturdaten aus der EU vermeldet wurden.
Erst die Meldung über einen Einschlag zweier Raketen auf polnischen Boden im Grenzgebiet zur Ukraine sorgte für Bewegung und ließ den Ölkomplex kurzzeitig deutlich ansteigen. Schon bald aber setzte sich die Einschätzung durch, dass es sich hier nicht um eine gezielte Aktion Russlands gehandelt hat und vor wenigen Minuten kam die Nachricht, dass die Geschosse wohl Luftabwehrraketen aus der Ukraine waren.
Die nach US-Börsenschluss vermeldeten API-Ölbestandsdaten fielen gemischt aus. Während es bei Rohöl einen unerwartet deutlichen Rückgang gab, legten die Destillatbestände im Vergleich zur Vorwoche leicht zu. Insgesamt gab es bislang keine spürbare Reaktion der Börsianer, die auf die heute Nachmittag auf der Agenda stehenden DOE-Zahlen warten.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar im Aufwärtstrend und konnte gestern von insgesamt recht positiven Wirtschaftsindikationen aus der EU profitieren. Hier ist der ZEW-Konjunkturerwartungsindex per November von minus 59,7 auf 38,7 Punkte überraschend deutlich angestiegen. Außerdem fiel der Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal mit einem Plus von 2,1 Prozent im Rahmen der Erwartungen aus. Der "nur" um 8 Prozent gestiegene US-Erzeugerpreisindex wirkte sich ebenfalls positiv auf unsere Gemeinschaftswährung aus.

Auch aufgrund der Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande heute in der Eröffnung weitgehend stabil erwartet. Erste Preistendenzen deuten sogar auf einen weiteren leichten Rückgang von bis zu einem halben Cent pro Liter hin. Insgesamt setzt sich der seit Anfang Oktober existente Abwärtstrend erfreulicherweise fort, bei gleichzeitig leicht zurückgehenden Lieferzeiten. Wer auf Nummer sicher gehen will und etwas Platz im Tank hat, kann durchaus über eine Bestandsaufstockung nachdenken.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 16.11.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (15.11.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 16.11.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (15.11.2022, 23:59 Uhr)

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