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Marktbericht vom 18.11.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit weiteren Abschlägen - Heizölpreise immer billiger!

18.11.2022, 08:33 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf weiter deutlich an Wert verloren. Rohöl der Sorte Brent steht auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Oktober, Gasöl in Euro ist so günstig wie seit April nicht mehr. In Folge geht es erfreulicherweise auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach unten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 90 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 965 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0370 Dollar gehandelt.

Es war wieder eine sehr gute Woche am Ölmarkt, zumindest aus Verbrauchersicht! Die bei den Marktteilnehmern zuletzt wieder aufkommenden Sorgen vor einer Angebotsverknappung wurden durch die Monatsberichte von EIA, OPEC und IEA ein wenig beiseite geschoben und es traten wieder Konjunktursorgen in den Vordergrund. Nur der Raketeneinschlag auf polnischem Gebiet sorgte zur Wochenmitte brachte einen kurzen und nur vorübergehenden Anstieg der Rohölpreise.
Hauptthema ist derzeit wieder China, wo die Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder deutlich zugenommen haben. Auch wenn es zuletzt einige Lockerungen bezüglich der Quarantänezeiten gegeben hat, bleibt es zumindest vorerst bei großflächigen Lockdowns, die nicht nur die Wirtschaftsleistung in der Volkrepublik selbst schwächen, sondern sich auch negativ auf die ohnehin schon stark belasteten Lieferketten und somit auch auf andere Wirtschaftsräume auswirken.
Zweites belastendes Thema sind natürlich die stark steigenden Zinsen, die sich ebenfalls dämpfend auf die Konjunkturentwicklung auswirken. Der Philadelphia Fed Herstellungsindex brach gestern auf einen negativen Wert von 19,4 ein. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Minus von 6,2 gerechnet.
Dass die USA die Zügel gegen den Iran nun wieder stärker anzieht und zahlreiche Sanktionen gegen Unternehmen verhängt hat, die das Umgehen des Ölembargos ermöglichen, blieb am Ölmarkt gestern nur eine Randnotiz.

Am Devisenmarkt tat sich gestern nicht viel und der Euro ging im Vergleich zum US-Dollar nur mit kleinen Verlusten aus dem Handel. Derzeit wird heftig darüber spekuliert, ob die US-Notenbank das künftige Tempo bei den Zinserhöhung reduzieren oder den zuletzt sehr restriktiven Kurs beibehalten wird. Der recht robuste US-Arbeitsmarkt spricht eher für letzteres. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist im Vergleich zur Vorwoche wieder etwas zurückgegangen.

Erfreuliches gibt es weiterhin vom deutschen Inlandsmarkt zu berichten, wo die Heizölpreise den Abwärtstrend der letzten Wochen auch gestern fortsetzen konnten. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, sind auch heute wieder Abschläge in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter zu erwarten. Innerhalb von nur knapp sechs Wochen haben die Notierungen um rund 40 Cent pro Liter nachgeben, was bei einer durchschnittlichen Bestellmenge von 2.500 Liter immerhin 1.000 Euro ausmacht. Wer im Winter nochmals nachtanken muss und auf der sicheren Seite stehen will, sollte auf diesem Niveau durchaus schon jetzt bestellen, zumals die Lieferzeiten in vielen Regionen immer noch recht lang sind.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 18.11.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (17.11.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 18.11.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (17.11.2022, 23:59 Uhr)

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