Postleitzahl
Liter
Ø-Preis Deutschland
100,21 € / 100 Liter
28.03.2023, 23:30 Uhr
97,2 % zufriedene Kunden
4,81 von 5 Sternen
Trusted Shops Logo
Trusted Shops zertifiziert
97,2 % zufriedene Kunden

Marktbericht vom 17.02.2023

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise wieder unter Druck - Heizölpreise fallen!

17.02.2023, 08:30 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern wieder unter Druck geraten und starten auch heute Morgen sehr schwach in den letzten Handelstag der Woche. Dies bleibt natürlich auch für die Heizöl-Notierungen nicht ohne Folge, die heute in der Eröffnung mit schönen Abschlägen erwartet werden.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 84 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 800 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar wieder Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0630 Dollar gehandelt.

Die in dieser Woche vermeldeten deutlichen Bestandsaufbauten in den USA, schienen die Marktteilnehmer bislang nicht zu interessieren. Gestern schlugen diese dann wohl doch noch auf die Stimmung der Händler durch, denn nur so ist zu erklären, dass die Rohölpreise unter Druck geraten sind.
Ansonsten spricht derzeit nämlich nicht viel für nachgebende Notierungen. Die Raffinerien in China und Indien laufen auf Hochtouren und decken sich am Markt rege ein, was auf eine deutliche Erholung der Nachfrage in der Region Asien schließen lässt. Derweil hat der saudische Ölminister Prinz Abdulaziz bin Salman in einem Interview vehement ausgeschlossen, dass die OPEC+ die Fördermengen in diesem Jahr anheben wird. Zuletzt gab es hier immer wieder Spekulationen in die andere Richtung, nachdem Russland eine deutliche Produktionskürzung bekanntgegeben hat und allgemein mit einer anziehenden globalen Ölnachfrage gerechnet wird.
Die dadurch entstehende Lücke könnte vor allem durch die US-Schieferölindustrie geschlossen werden. Diese befindet sich weiter auf Erholungskurs, ebenso die eingangs bereits erwähnten Ölbestände in den USA. Diese befinden sich mittlerweile auf dem höchsten Stand seit August 2020 und auch in der langfristigen Betrachtung auf einem durchaus komfortablen Niveau.
Die gestern vermeldeten Konjunkturdaten aus den Staaten fielen gemischt aus. Während die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung weiter zurückgegangen ist, konnten neue Daten vom Immobilienmarkt nicht überzeugen. Auch der Philadelphia Fed Herstellungsindex enttäuschte per Februar mit einem Wert von minus 24,3 Punkte, die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem negativen Wert von 7,4 gerechnet.

Am Devisenmarkt bleibt der US-Dollar in diesen Tagen gesucht. Im Vergleich zum Euro konnte die Ölwährung gestern wieder zulegen, auch weil die Erzeugerpreise in den USA per Januar stärker als erwartet angestiegen sind und sich der Arbeitsmarkt weiter recht robust zeigt. Dies könnten die US-Notenbank veranlassen, künftig wieder etwas stärker an der Zinsschraube zu drehen.

Trotz der Währungsverluste werden die Heizölpreise hierzulande heute mit schönen Abschlägen in den heutigen Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von mindestens einem, wohl eher zwei Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage ist nun fast völlig zum Erliegen gekommen, nachdem die Kurspfeile wieder nach unten zeigen. Die Ölheizer haben sich auf die Lauer gelegt und warten mit der Vergabe von Aufträgen. Es bietet sich wieder eine gute Kaufgelegenheit!

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 17.02.2023, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (16.02.2023, 23:50 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 17.02.2023, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (16.02.2023, 23:50 Uhr)

Weitere Marktberichte