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Marktbericht vom 26.05.2023

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit Abschlägen - Heizölpreise geben wieder nach!

26.05.2023, 08:10 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern die Gewinne zu Beginn der Woche wieder nahezu vollständig abgeben müssen und starten heute auf deutlich verbilligtem Niveau. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Abschlägen in den letzten Handelstag vor Pfingsten gehen.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 76,10 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 680 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0740 Dollar gehandelt.

Obwohl die Fundamentaldaten am Ölmarkt weiter ehr für steigende Rohölpreise sprechen und die US-Ölbestände in dieser Woche deutlich zurückgegangen sind, geriet der Ölkomplex gestern schon wieder unter Druck.
Auslöser für den Rückgang waren wohl die Kommentare des russischen Vizepräsidenten Alexander Nowak zu den kürzlich aufgekommenen Spekulationen über eine mögliche weitere Förderkürzung durch die OPEC+ Staaten. Der saudische Ölminister hatte diese Anfang der Woche geschürt, doch Nowak sagte gestern in einem Interview für eine Zeitung, dass er nicht von weiteren Quotenanpassungen ausgehe.
Ein weiterer Belastungsfaktor ist zweifelsohne weiterhin der Schuldenstreit in den USA, auch wenn sich hier zuletzt wohl zumindest keine neuen Differenzen aufgetan haben und eine Einigung in letzter Minute wohl doch möglich und auch wahrscheinlich ist. Zudem lassen die Waldbrände in Kanada nach, sodass hier bald wieder mehr Öl auf den Markt gebracht werden kann.
Die Analysten des Investmenthauses Goldman Sachs haben gestern ihre Preisprognose für Brent-Öl bekräftigt. Auch wenn die bisherige Erwartung steigender Notierungen bislang nicht erfüllt wurde, geht man von weiter fallenden globalen Beständen und daher von einem Preis von 95 Dollar pro Barrel bis Ende des Jahres aus. Nicht so bullish schätzen die Kollegen von der Citigroup die Lage ein. Hier teilt man die Erwartung fallender Ölbestände nicht und rechnet mit einer Abkühlung des globalen Wirtschaftswachstums.

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Hand mit Megaphon

Am Devisenmarkt blieb der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern leicht unter Druck. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal überraschend um 0,3 Prozent zurückgegangen und die Rezession nun amtlich. Gleichzeitig ist die Wirtschaft in den USA mit einem Plus von 1,3 Prozent etwas stärker als erwartet angestiegen. Heute Morgen kann sich unsere Gemeinschaftswährung von den Verlusten aber wieder erholen.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben erfreulicherweise mit weiteren Abschlägen in den letzten Handelstag vor Pfingsten starten und somit dürfte die Verteuerung von Anfang der Woche wieder nahezu vollständig ausgeglichen werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. In einigen Region wurde aber bereits gestern auf die Preiswende am Ölmarkt reagiert. Insgesamt bleiben die Notierungen auf einem recht attraktiven Niveau.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 26.05.2023, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (25.05.2023, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 26.05.2023, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (25.05.2023, 23:59 Uhr)

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