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Marktbericht vom 20.10.2023

Heizöl-Markt aktuell: Angekündigte Bodenoffensive treibt Ölpreise weiter nach oben - Heizölpreise folgen!

20.10.2023, 08:32 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern im Laufe des Tages weiter deutlich verteuert, nachdem der israelische Verteidigungsminister eine baldige Bodenoffensive angekündigt hat. In Folge starten leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 93,25 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung November kostet zur Stunde 920 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar etwas Boden gutmachen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0580 Dollar gehandelt.

Die Versuche eine diplomatische Lösung im Nahost-Konflikt zu finden, haben nach dem Raketeneinschlag in ein Krankenhaus in Gaza einen herben Rückschlag erlitten. Gestern stimmte der israelische Verteidigungsminister seine Truppen vor laufender Kamera auf eine baldige Bodenoffensive ein. In diesem Fall wäre ein direktes oder indirektes Eingreifen des Irans sicherlich nicht mehr auszuschließen und es könnte sich ein Flächenbrand entwickeln. Zudem gab es laut dem US-Verteidigungsministeriums auch Dronenangriffe auf US-Militärbasen und einen Zerstörer, der im Roten Meer stationiert ist.
Die Forderung des Iran, Israel mit einem Ölembargo zu belegen, blieb in der OPEC ungehört, was auch nicht verwunderlich ist, wurde bereits in der Vergangenheit immer wieder betont, dass das Kartell keine politische Organisation sei. Sollte der Iran oder andere Mitgliedstaaten in einen Krieg im Nahen Osten hineingezogen werden, dürfte wird es für den Ölmarkt aber natürlich sehr wichtig sein, dass das Produzentenbündnis eventuell dadurch entstehende Förderausfälle schnell ausgleichen und die Förderung schnell anheben wird.
Ansonsten brachte die bisherige Handelswoche leider auch noch andere überwiegend bullish, also preistreibend zu wertende Nachrichten. Vor allem die deutlich gefallenen US-Ölbestände, aber auch die guten Konjunkturdaten aus China sichern das fundamentale Umfeld nach unten ab. Einzig und allein die Aufhebung der Sanktionen gegenüber Venezuela nahm etwas Druck aus dem Kessel.

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Hand mit Megaphon

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen. Dies trotz der sich weiter verschärfenden Lage im Gebiet Gaza. Nicht unbedingt überzeugende Konjunkturdaten aus den USA haben etwas Druck von der US-Notenbank genommen, die Zinsen weiter schnell erhöhen zu müssen. Die nächste Fed-Sitzung steht in knapp zwei Wochen an.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach der Stabilisierung in den Vortagen heute leider wieder mit spürbaren Aufschlägen starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. Sollte es heute im Laufe des Tages zu keiner signifikanten Entspannung der Lage im Nahen Osten kommen, muss mit weiter steigenden Notierungen gerechnet werden, da viele Ölhändler die Risikoaufschläge übers Wochenende sicherlich noch erhöhen werden.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 20.10.2023, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (19.10.2023, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 20.10.2023, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (19.10.2023, 23:59 Uhr)

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