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Marktbericht vom 07.02.2024

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise streben weiter nach oben - Heizölpreise erneut im Plus!

07.02.2024, 08:44 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern unter den üblichen Schwankungen vom Start weg nach oben entwickelt und sind in Nähe der Tageshöchststände aus dem Handel gegangen. In Folge werden leider auch die Heizöl-Notierungen mit weiteren Aufschlägen in den heutigen Tag gehen.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 78,70 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 846 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0770 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt haben die "Bullen", also die Händler die auf steigende Preise wetten, zuletzt wieder etwas die Oberhand gewonnen. Dies hat mehrere Gründe. Neben der extrem instabilen politischen Lage im Nahen Osten und dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine, haben zuletzt recht robuste Konjunkturdaten aus den USA nicht nur dafür gesorgt, dass der Markt nun nicht mehr mit einer baldigen Leitzinssenkung durch die Federal Reserve, sondern im Gegenzug wohl auch mit einer weiterhin robusten Ölnachfrage rechnet.
Dies wurde gestern im Großen und Ganzen auch vom aktuellen Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) bestätigt. Hier gab es keine größeren Korrekturen bezüglich der globalen Ölnachfrage und der Entwicklung der Rohölpreise. Für das Gesamtjahr 2024 erwarten die Experten sogar eine leichte Unterversorgung von 120.000 Barrel pro Tag, sodass die globalen Ölvorräte tendenziell zurückgehen dürften.
Die nach Börsenschluss vermeldeten wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) brachte keine größere Überraschung. Bei Rohöl gab es den erwartet leichten Aufbau, bei den Destillaten einen etwas stärkeren Rückgang. Überraschend deutlich fiel der Zuwachs bei Benzin aus. Heute warten die Marktteilnehmer auf die wesentlich umfang- und einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE).

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Hand mit Megaphon

Am Devisenmarkt startete der Euro gestern im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar schwach in den Tag, obwohl am Morgen per Dezember ein überraschend deutliches Plus beim Auftragseingang der deutschen Industrie vermeldet wurde. Später konnte unsere Gemeinschaftswährung aber wieder etwas zulegen, was mit Aussagen des EZB-Direktoriumsmitglieds Isabel Schnabel in Verbindung zu bringen ist, die sich wiederholt gegen vorzeitige Zinssenkungen ausgesprochen hat.

Die Heizölpreise hierzulande starten leider auch heute wieder mit Aufschlägen und setzen somit den Aufwärtstrend der letzten Tage fort. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten, erste Preistendenzen deuten aber eher auf eine Verteuerung um lediglich einen halben Cent pro Liter hin. Ein Teil des Anstieges der internationalen Ölpreis wurde bereits gestern eingepreist. Die Nachfrage zeigt sich auch weiterhin von der schwachen Seite.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 07.02.2024, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (06.02.2024, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 07.02.2024, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (06.02.2024, 23:59 Uhr)

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