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Marktbericht vom 04.04.2024

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise kratzen an 90-Dollar-Marke - Heizölpreise heute wenig verändert!

04.04.2024, 08:33 Uhr von Josef Weichslberger
Ölraffinerie und Tanklager

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten konnten gestern weitere Gewinne einfahren und die Brent-Futures haben dabei kurzzeitig sogar an der 90-Dollar-Marke gekratzt. Da es bei Gasöl im späten Handel aber zu leichten Gewinnmitnahmen gekommen ist, werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach nur wenig verändert, bestenfalls sogar etwas leichter in den Tag starten.


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Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 89,60 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 857 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0845 US-Dollar gehandelt.

Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt, zumindest was die Angebotsseite anbetrifft. Wenig überraschend hat das Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) der OPEC+ gestern die Beibehaltung der aktuellen Förderkürzungen bis Ende des zweiten Quartals bestätigt. Das Produzentenbündnis demonstriert also weiterhin große Geschlossenheit, sodass von dieser Seite mit wenig Entlastung für die Rohölpreise zu rechnen ist.
Zudem dürfte es auch bei der US-Ölförderung zumindest kurz- und mittelfristig kaum mehr Wachstumspotenzial geben. Wie dem gestrigen Bericht des Department of Energy (DOE) zu entnehmen war, stagniert die Produktion weiter bei 13,1 Millionen Barrel pro Tag, ein Wert der in etwa auch in den letzten sechs Monaten erreicht wurde. Die Bestände entwickelten sich im Vergleich zur Vorwoche uneinheitlich. Während es bei Rohöl einen überraschenden Zuwachs von 3,2 Millionen Barrel gab, gingen die Vorräte an Destillaten und Benzin um 1,3 bzw. 4,3 Millionen Fass zurück. Insgesamt neutralisierten sich die Bestandswerte, aber bei der Inlandsnachfrage gab es einen kräftigen Zuwachs von 1,7 auf 21,2 Millionen Barrel pro Tag, dem höchsten Wert in diesem Jahr. In den beiden Vorjahresmonaten lag der tägliche Verbrauch nur bei 20,6 bzw. 19,8 Millionen Fass.
Somit ist der DOE-Report in Summe eher bullish, also preistreibend zu werten. Durch den starken Anstieg der letzten Tage dürfte der Markt derzeit aber eher überkauft und anfällig für Gewinnmitnahmen sein, wie das im späten Handel bei Gasöl zu beobachten war.

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Hand mit Megaphon

Am Devisenmarkt geriet der US-Dollar gestern im Vergleich zum Euro unter Druck, nachdem der ISM Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor per März überraschend von 52,6 Punkten im Vormonat auf 51,4 Zähler zurückgegangen ist. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem Wert von 52,8 gerechnet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank den Leitzins bald senken wird, hat sich damit erhöht.

Die Heizölpreise hierzulande werden heute, auch dank der Währungsgewinne, stabil bis etwas leichter in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht im besten Fall ein Minus von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Aufgrund des Preisanstieges der letzten Tagen haben einige Verbraucher ihre Abwartehaltung aufgegeben und bereits für die nächste Heizperiode geordert. Dies erscheint in der aktuellen Lage als durchaus richtig, da weitsichtig.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 04.04.2024, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (03.04.2024, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 04.04.2024, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (03.04.2024, 23:59 Uhr)

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