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Marktbericht vom 31.05.2024

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise beenden Aufwärtstrend - Heizölpreise geben nach

31.05.2024, 09:32 Uhr von Josef Weichslberger
Heizölpreise geben nach

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zunächst seitwärts entwickelt, dann jedoch deutlich nachgegeben. Somit starten die Notierungen zum Wochenschluss leicht schwächelnd in den asiatisch geprägten Handel.


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Aktuell notieren die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 81,83 US-Dollar pro Barrel, während eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Juni derzeit 734,25 Dollar kostet. Der Euro wird heute Morgen wenig verändert bei etwa 1,0822 gehandelt.

Zum Ende der Woche bleibt das Spannungsfeld zwischen bullischen und bärischen Faktoren bestehen. Dies zeigte sich bereits im gestrigen DOE-Bericht, der einerseits einen starken Rückgang der Rohölbestände meldete, andererseits aber auch einen Anstieg der Benzinvorräte, bedingt durch eine gesunkene Nachfrage nach dem Kraftstoff. Dies verunsicherte die Anleger.
Die Nachfragesorgen in den USA werden durch die Zinspolitik der US-Notenbank verstärkt. Weitere Währungshüter warnten gestern vor schnellen Zinssenkungen und plädierten für eine längere Hochzinsphase. Selbst eine erneute Zinsanhebung wird nicht ausgeschlossen.
Der Fokus am Markt richtet sich zunehmend auf das OPEC+-Treffen am Sonntag. Es wird erwartet, dass die bestehenden Kürzungen, einschließlich der freiwilligen Kürzungen um 2,2 Mio. Barrel pro Tag, in die zweite Jahreshälfte verlängert werden. Eine Überraschung in Form weiterer Kürzungen wird als unwahrscheinlich angesehen, aber nicht vollständig ausgeschlossen.
Die OPEC+ prüft derzeit die Produktionskapazitäten ihrer Mitglieder, einschließlich der Vereinigten Arabischen Emirate, Kasachstan, Irak, Kuwait und Algerien. Möglich ist, dass die Quotenvereinbarung im nächsten Jahr angepasst wird und darüber bereits am Sonntag entschieden wird. Es wird erwartet, dass ein Rahmenplan für 2025 angekündigt wird, der auch enthält, wie einige der Kürzungen schrittweise zurückgenommen werden können.
Wie so oft brodelt die Gerüchteküche vor einem OPEC+-Treffen. Am Ende passiert meist wenig Überraschendes. Die Wahrscheinlichkeit, dass die OPEC+ einen möglichen Streit über die Quoten bereits Mitte des Jahres eskalieren lässt, ist gering. Die Verlängerung der bestehenden Förderkürzungen ist bereits weitgehend eingepreist.

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Hand mit Megaphon

Somit bleibt der bullische Effekt der möglichen Kürzungsverlängerungen bis 2025 eher gering, und die Marktteilnehmer bewerten die bärischen Nachfragesorgen derzeit höher.

Gute Vorgaben heute also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise nach dem gestrigen Feiertag mit Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus von rund einem Cent pro Liter erwarten. Somit setzt sich der Aufwärtstrend der letzten Tage nicht fort. Die Marktlage bleibt jedoch angespannt und schwer zu berechnen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 31.05.2024, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (30.05.2024, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 31.05.2024, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (30.05.2024, 23:59 Uhr)

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