Marktbericht vom 07.01.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel deutlich nachgegeben und fallen auch heute morgen im asiatisch geprägten Handel nochmals zurück. In Folge geben auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach.
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Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 59,90 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Januar kostet zur Stunde 598 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1695 Dollar gehandelt.
Sollte tatsächlich bislang noch jemand daran gezweifelt haben, dass es den USA in Venezuela nicht um die Ölvorkommen geht, wurde gestern vom US-Präsidenten Donald Trump höchst persönlich aufgeklärt. Er verkündete über Social Media, dass 30 bis 50 Millionen Barrel an sanktionierten Öl an die USA "übergeben" werden sollen und er persönlich über das Geld verfügen wird. Zudem soll die Interimspräsidenten Rodriguez bei der Ölproduktion künftig ausschließlich mit US-Firmen kooperieren.
Dies lässt erwarten, dass das globale Ölangebot mittel- und langfristig weiter anstiegen wird, was die Rohölpreise gestern entsprechend unter Druck gebracht hat. Kurzfristig ist der Markt ohnehin überversorgt.
Die Ereignisse in und um Venezuela haben andere Themen in den Hintergrund gerückt.
Der saudische Ölkonzern Aramco will seine Preis für Lieferungen nach Europa senken. Dies wirkte auf die Ölpreise ebenso drückend wie weitere Fortschritte bei den Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg.
Gestern Abend nach Börsenschluss wurden außerdem neue Ölbestandsdaten durch das American Petroleum Institute (API) bekanntgegeben. Hier gab es bei Rohöl einen unerwarteten Rückgang von 2,8 Millionen Barrel, während es bei den Produkten deutliche Zuwächse gegeben hat. Unterm Strich können die Zahlen somit leicht bearish, also preisdrückend gewertet werden. Heute im Laufe des späten Nachmittags gibt es wieder neue Daten vom Department of Energy (DOE).
Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar einen schlechten Jahresstart hingelegt. Zuletzt konnte sich unsere Gemeinschaftswährung aber wieder etwas stabilisieren. Durch die geopolitischen Ereignisse der letzten Zeit ist die US-Währung als "sicherer Hafen" wohl wieder stärker gefragt.
Die Heizölpreise werden nach diesen Vorgaben heute erfreulicherweise mit weiteren Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus von rund einem Cent pro Liter erwarten. Somit steuern die Notierungen auf ein neues Langzeittief zu, obwohl ja zum Jahreswechsel die CO2-Abgabe weiter erhöht wurde. Gerade wenn der Tankvorrat allmählich knapp wird, empfehlen wir aktuell zum sofortigen Kauf. Die Lieferzeiten werden aufgrund der tiefen Temperaturen und der in Folge relativ hohen Nachfrage länger!
*1) Schlusskurs vom Stand 07.01.2026, 22:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (06.01.2026, 22:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 07.01.2026, 22:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (06.01.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern nach einem zwischenzeitlichen Erholungsversuch wieder nachgegeben und bleiben weiterhin auf dem günstigsten Niveau der letzten Jahre. Bei den Heizöl-Notierungen kommt es heute in der Eröffnung zu keinen größeren Veränderungen.
Die Ölpreise haben sich bislang kaum von den Ereignissen in Venezuela beeindrucken lassen und starten nach einem kurzen Anstieg mit Abschlägen in den Handel. In Folge bleiben die Heizöl-Notierungen günstig, vielerorts sind sogar Abschläge zu beobachten.