Marktbericht vom 19.01.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind heute zunächst mit Aufschlägen in die neue Handelswoche gestartet, drehten dann jedoch schnell wieder, sodass sie nun sogar leicht unter dem Niveau vom Freitagnachmittag liegen. Auch die Heizölpreise befinden sich aufgrund dieser Vorzeichen auf Richtungssuche.
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Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei etwa 64 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Februar kostet zur Stunde etwa 649 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1623 Dollar gehandelt.
Die Ölpreise für Brent und WTI sind in der vergangenen Woche weiter gestiegen und erreichten zeitweise neue Mehrmonatshochs. Ausschlaggebend waren vor allem die zunehmenden geopolitischen Spannungen rund um einen möglichen US-Militärschlag gegen den Iran. Nachdem Washington jedoch neue Sanktionen ankündigte und vorerst auf militärische Schritte verzichtete, gaben die Preise einen Teil der Gewinne wieder ab.
Zu Beginn der neuen Handelswoche stehen politische Entwicklungen erneut im Fokus. Die Ankündigung des US-Präsidenten, Strafzölle gegen mehrere europäische Länder in Betracht zu ziehen, rückt die Handelspolitik wieder stärker in den Vordergrund. Dies könnte sich dämpfend auf Konjunktur und Ölnachfrage auswirken.
Zusätzliche Impulse könnten vom Weltwirtschaftsforum in Davos ausgehen, an dem auch Donald Trump teilnimmt. Seine Aussagen zu Zöllen, zur Grönland-Thematik oder zur Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell könnten die Ölbörsen bewegen.
Aus China kamen unterdessen durchwachsene Konjunkturdaten. Das Wirtschaftswachstum lag im vierten Quartal bei 4,5 Prozent und damit unter dem Wert des Vorquartals. Während die Einzelhandelsumsätze enttäuschten, entwickelte sich die Industrieproduktion besser als erwartet. Klare Signale für die Märkte ergeben sich daraus jedoch nicht. Unterstützend wirkt hingegen der in 2025 verzeichnete Anstieg der chinesischen Rohölverarbeitung auf ein neues Rekordniveau.
Am Mittwoch steht zudem der Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) an. Da die IEA den Markt häufig eher vorsichtig bewertet, sind von dieser Seite tendenziell weitere belastende Impulse möglich.
Unabhängig davon bleiben geopolitische Risiken bestehen, da ein US-Militärschlag gegen den Iran weiterhin nicht ausgeschlossen ist. Aufgrund eines Feiertags in den USA wird heute mit geringeren Handelsumsätzen gerechnet. Die Ölpreise geben aktuell leicht nach, während sich bei den Inlandspreisen noch kein klarer Trend abzeichnet.
Auch bei den Heizölpreisen ist derzeit nach diesen Vorgaben noch offen, in welche Richtung sich die weitere Entwicklung bewegen wird. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht eine Preisbewegung in einer Spanne von bis zu ± einem halben Cent pro Liter erwarten.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 19.01.2026, 11:42 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (16.01.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 19.01.2026, 11:42 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (16.01.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise haben im gestrigen Handelsverlauf weitere Verluste eingefahren und somit den deutlichen Anstieg zu Wochenbeginn nahezu wieder ausgeglichen. Die Heizöl-Notierungen reagierten bereits gestern auf diese Entwicklung und starten heute stabil.
Die Ölpreise haben gestern im späten Handel erfreulicherweise wieder nachgegeben, was sich heute auch auf die Heizöl-Notierungen auswirken sollte. Diese starten mit einem leichten bis moderaten Minus und bleiben so auf einem sehr günstigen Niveau.