Marktbericht vom 27.01.2026

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Marktbericht vom 27.01.2026

Heizöl-Markt aktuell: Anstieg der Ölpreise vorerst gebremst - Heizölpreise geben nach

27.01.2026, 08:33 Uhr von Josef Weichslberger
Ölpreise bleiben von Wetterkapriolen beeinflusst - Heizölpreise heute schwächer

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach anfänglichen weiteren Gewinnen eine Kehrtwende gemacht und vor allem bei Gasöl ging es in der zweiten Tageshälfte etwas nach unten. In Folge starten auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit Abschlägen.


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Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 65,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 674 Dollar. Der Euro bleibt im Vergleich zum Dollar auf Höhenflug und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1875 Dollar gehandelt. 

Die extremen Wetterverhältnisse in Nordamerika, die sich langsam leerenden Gasspeicher in Europa, sowie die Sorge vor einer Eskalation der Lage im Nahen Osten haben am Ölmarkt die zuletzt allgegenwärtige überversorgte Marktlage vergessen lassen und die Rohölpreise auf den höchsten Stand seit Monaten gehievt. 
Gestern setzten dann aber leichte Gewinnmitnahmen ein, ohne dass es aber zu größeren Abschlägen oder gar zu einem Stimmungswechsel gekommen ist. 
Die Börsianer bleiben in Lauerstellung, denn noch kann aus den USA keine Entwarnung gegeben werden. Die Wetterämter prognostizieren dort weiterhin eisige Temperaturen und schließen auch neue Schneestürme nicht aus. Analysten taxieren die Produktionsausfälle in der Spitze mittlerweile auf rund 2 Millionen Barrel pro Tag, war rund 15 Prozent der gesamten US-Ölproduktion sind. Vor allem die Erdgaspreise sind in Folge der extremen Kältewelle sprunghaft angestiegen, was sich auch auf dem Ölkomplex auswirkt.
Preisdrückend wirkt die Meldung, dass das Ölterminal am Schwarzmeerhafen Noworrossijsk, das im November durch einen ukrainischen Drohnenangriff schwer geschädigt worden war, nach wochenlangen Reparaturarbeiten nun wieder hergestellt ist. 
Neue Impulse erwarten sich die Marktteilnehmer in dieser Woche natürlich wieder von den Bestandsdaten aus den USA, die heute Abend nach Börsenschluss und morgen Nachmittag veröffentlicht werde. Außerdem wirft das nächste Treffen der OPEC+, das nächsten Sonntag stattfinden soll, bereits seinen Schatten voraus.

Am Devisenmarkt bleibt der US-Dollar im Vergleich zum Euro auf der Verliererstraße. Händler begründen dies mit dem weiter gesunkenen Vertrauen in die US-Regierung, die mit ihren neuen Drohgebärden und dem Vorgehen gegen die eigene Notenbank einen gefährlichen Stimmungsumschwung herbeiführen und den "Greenback" noch stärker unter Druck bringen könnte.

Gute Vorgaben also heute für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise mit Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Somit pendeln die Notierungen weiter um den Durchschnittspreis der letzten drei Monate und deutlich unter den Januar-Ständen der letzten drei Jahre.

Heizöl-Marktdaten

*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 27.01.2026, 10:00 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (26.01.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 27.01.2026, 10:00 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (26.01.2026, 22:59 Uhr)

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