Marktbericht vom 29.01.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten kennen in diesen Tagen und Wochen leider nur eine Richtung. Gestern gab es weitere Aufschläge und auch heute Morgen stehen schon wieder Pluszeichen an den Kurstafeln. In Folge steigen leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande immer weiter an.
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Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 69,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 701 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1985 Dollar gehandelt.
Seit Anfang des Jahres sind die Rohölpreise der Sorte Brent um rund 9 Dollar pro Barrel bzw. 15 Prozent angestiegen war, obwohl der Ölmarkt nach einhelliger Meinung im ersten Quartal deutlich überversorgt ist.
Hauptgrund für diese Preisrallye ist die erneute Sorge um die Stabilität im Nahen Osten, nachdem US-Präsident Trump dem Iran zuletzt immer wieder mit einem gewaltsamen Eingreifen droht.
Die Händler fürchten, dass sich der Konflikt auf die gesamte Region auswirken könnte, zumindest aber vorübergehend keine Öltransporte durch die Meerenge von Hormuz mehr möglich sein könnten, durch die rund 20 Prozent des globalen Ölbedarfs transportiert werden. Der Iran ist das drittgrößte Förderland der OPEC. Gestern hat US-Präsident Trump seine Drohungen wiederholt und nochmals verschärft.
Aber auch das kalte Winterwetter auf der Nordhalbkugel hat Spuren am Öl- und Gasmarkt hinterlassen, was sich langsam auch auf die US-Ölbestände auszuwirken beginnt.
Nach wochenlangen Zuwächsen wurde gestern vom Department of Energy (DOE) in Summe ein deutlicher Rückgang vermeldet. Besonders bei Rohöl gab es ein überraschendes Minus von 2,3 Prozent. Die Gesamtnachfrage ist gleichzeitig um rund 0,5 auf 20,7 Millionen Barrel pro Tag angestiegen, während die Ölproduktion leicht zurückgegangen ist. Hier dürfte sich das extreme Winterwetter in den USA erst im nächsten Wochenbericht stärker niederschlagen.
Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum Dollar gestern Verluste hinnehmen müssen, konnte sich davon im späten Handel aber wieder erholen und auch heute Morgen zieht unsere Gemeinschaftswährung schon wieder an. Wie erwartet hat die US-Notenbank den Leitzins gestern unverändert belassen. US-Präsident Trump sorgt sich derweil nicht um die Schwäche des Dollars und bezeichnet dies als "hervorragend" und "großartig"
Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben leider auch heute wieder mit Aufschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem weiteren Cent pro Liter erwarten. Dies drückt zunehmend auf die Kauflaune der Ölheizer, sodass die Nachfrage wieder ein eher niedriges Niveau erreicht hat. Die Notierungen liegen aber immer noch unter den Vergleichsständen der letzten drei Jahre.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 29.01.2026, 10:00 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (28.01.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 29.01.2026, 10:00 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (28.01.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise haben nach einer kurzen Verschnaufpause leider schon wieder zum nächsten Höhenflug angesetzt und sind gestern mit deutlichen Aufschlägen auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. In Folge ziehen auch die Heizöl-Notierungen weiter an.
Die Ölpreise haben gestern nach anfänglichen weiteren Gewinnen eine Kehrtwende gemacht und vor allem bei Gasöl ging es in der zweiten Tageshälfte etwas nach unten. In Folge starten auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit Abschlägen.