Marktbericht vom 04.02.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder Fahrt aufgenommen und starten deshalb heute deutlich fester. In der Folge geht es leider auch mit den Heizöl Notierungen hierzulande weiter nach oben.
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Aktuell stehen die April Kontrakte der europäischen Nordsee Ölsorte "Brent" bei rund 67 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Februar kostet zur Stunde 697 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,0892 Dollar gehandelt.
Die Öl Futures an ICE und NYMEX konnten am Dienstag einen Teil der Verluste vom Wochenbeginn wieder ausgleichen. Rückenwind kam durch den Handelsdeal zwischen den USA und Indien, vor allem jedoch durch die Befürchtung, dass die Entspannung zwischen Washington und Teheran nur von kurzer Dauer ist.
Neue Nachrichten aus dem Nahen Osten haben diese Unsicherheit erneut angefacht. Vorfälle mit Drohnen und Tankern machen deutlich, wie schnell die Situation kippen kann. Entsprechend ist im Ölpreis aktuell eine geopolitische "Risikoprämie" von rund 5 bis 10 Dollar je Barrel enthalten, ausgelöst durch die Sorge vor möglichen US Angriffen auf den Iran.
Wie rasch dieser Risikoaufschlag wieder verschwindet, hängt auch davon ab, ob die angekündigten Gespräche zwischen den USA und Iran tatsächlich vorankommen. Die Verhandlungen sollen weiterhin stattfinden. Kommt es zu einer Einigung, könnten die Sanktionen gegen den Iran spürbar gelockert werden und damit zusätzliches iranisches Öl auf den Markt kommen.
Zudem richten sich die Blicke heute und morgen auf die Fortsetzung der Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA in Abu Dhabi. Fortschritte könnten die Ölpreise belasten, weil eine Lockerung westlicher Sanktionen gegen Russland wahrscheinlicher würde und dadurch das Angebot am Weltmarkt steigen könnte. Die Ukraine hat zwar ihre Bereitschaft zu "substanziellen Gesprächen" signalisiert, ließ aber offen, ob das auch territoriale Zugeständnisse einschließt.
Ein weiterer Einflussfaktor: Die USA und Indien haben sich auf niedrigere US Strafzölle auf indische Importe von 18 Prozent verständigt, im Gegenzug soll Indien jedoch auf russisches Rohöl verzichten. Das könnte den Druck auf Moskau erhöhen und die Bereitschaft zu Kompromissen stärken.
Die OPEC+ plant unterdessen bis einschließlich März keine Produktionsausweitung und hält am bisherigen Kurs fest. Ob der Kälteeinbruch sowie Schneesturm Fern das US Ölangebot spürbar beeinträchtigt haben, dürfte der heutige Bericht des US Energieministeriums zeigen. Nach Angaben des API wurden in der Woche bis zum 30. Januar die Rohöl und Destillatbestände deutlich abgebaut.
Zusätzlich warten die Marktteilnehmer auf den ADP Arbeitsmarktbericht für Januar als ersten Hinweis auf die offiziellen US Daten, die wegen eines kurzen Government Shutdown verschoben wurden. Insgesamt bleiben die Iran Spannungen und die Lagerdaten die wichtigsten Treiber. Heute Morgen notieren die Öl Futures nahe den Vortageshochs und rechnerisch deuten sich bei den Inlandspreisen eher leichte Aufschläge an.
Die Heizölpreise hierzulande starten heute daher mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 04.02.2026, 10:40 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (03.02.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 04.02.2026, 10:40 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (03.02.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise haben sich nach dem gestrigen deutlichen Rückgang wieder gefangen und starten heute wenig verändert in den Handel. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die wieder auf einem durchaus attraktiven Niveau gehandelt werden
Die Ölpreise starten mit deutlichen Abschlägen in die neue Handelswoche und somit auch in den Februar. Trotz weiterer Währungsverluste geben auch die Heizöl-Notierungen kräftig nach und bieten so wieder eine hervorragende Kaufgelegenheit.