Marktbericht vom 03.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am ersten Handelstag nach Kriegsausbruch uneinheitlich entwickelt. Während es bei Rohöl zu einer Stabilisierung gekommen ist, ziehen die Gasölpreise weiter an. In Folge geht es heute auch mit den Heizöl-Notierungen in der Eröffnung weiter nach oben.
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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 80,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 960 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1660 Dollar gehandelt.
Der Krieg im Nahen Osten geht leider mit unveränderter Härte weiter und bislang ist nicht absehbar, wann er ein Ende haben wird.
In Folge bleibt die Meerenge von Hormus bis auf Weiteres gesperrt und die Ölpreise auf deutlich erhöhtem Niveau. Die Rohölpreise bewegen sich aktuell in etwa auf dem Mittelwert der letzten drei Jahr, bei den Gasöl-Futures ist allerdings bereits der höchste Stand seit knapp zweieinhalb Jahren erreicht.
US-Außenminister Rubio und Vizepräsident Vance erklärte vor wenigen Stunden, dass der Angriff auf den Iran hauptsächlich in Reaktion auf die Absicht eines Präventivschlags durch Israel erfolgt ist und dabei ein Machtwechsel nicht unbedingt angestrebt wird. Vielmehr gehe es darum, dass Teheran keine Bedrohung mehr sein soll. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu äußerte sich ebenfalls und rechnet nicht mit einem "endlosen Krieg". Es können aber "einige Zeit dauern".
Genau das ist der neuralgische Punkt für den Ölmarkt. Wie lange bleibt die Ölversorgung aus den Persischen Golf heraus behindert? Der Druck auf den Iran, auch aus den benachbarten Golf-Staaten dürfte hier in den nächsten Tagen sicherlich immer größer werden, denn auch deren Wirtschaft ist stark beeinträchtigt, nicht nur im Energiesektor, sondern auch was den Tourismus betrifft. Der saudische Ölkonzern Aramco musste gestern beispielsweise den Betrieb seiner größten Raffinerie nach einem Drohnenangriff stoppen.
Am Devisenmarkt bleibt der US-Dollar als Krisenwährung auch gestern wieder gesucht. Viele Marktteilnehmer rechnen auch damit, dass die USA als größter Ölproduzent der Welt besser durch eine mögliche Energiekrise kommen würde als andere große Volkswirtschaften.
Erneut also keine guten Vorgaben für die Heizölpreise, die heute mit weiteren deutlichen Aufschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Zu erwarten ist auch, dass die Notierungen extrem schwankungsanfällig bleiben werden. Nach der ersten Bestellwelle hat sich die Lage am Markt wieder beruhigt, was dem Handel etwas Luft zum Atmen geben sollte.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 03.03.2026, 09:50 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (02.03.2026, 23:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 03.03.2026, 09:50 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (02.03.2026, 23:59 Uhr)
Die Ölpreise sind nach den Ereignissen im Nahen Osten heute wie erwartet deutlich angestiegen, der befürchtete Preisschock ist bislang aber ausgeblieben. Auch bei den Heizöl-Notierungen sind in Folge kräftige Aufschläge zu beobachten.
Die Befürchtungen sind Realität geworden: Die USA und Israel haben den Iran angegriffen. Darauf folgten Gegenangriffe Irans und – zumindest vorübergehend – zu Einschränkungen beim Schiffsverkehr in der Straße von Hormus.