Marktbericht vom 02.03.2026

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Marktbericht vom 02.03.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise ziehen kräftig an - befürchteter Preisschock bleibt bislang aus

02.03.2026, 08:35 Uhr von Josef Weichslberger
Ölpreise schießen nach Eskalation im Nahen Osten nach oben - Heizölpreise folgen

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind nach den Ereignissen im Nahen Osten heute wie erwartet deutlich angestiegen, der befürchtete Preisschock ist bislang aber ausgeblieben. Auch bei den Heizöl-Notierungen sind in Folge kräftige Aufschläge zu beobachten. Die Preise bleiben dabei extrem schwankungsanfällig.


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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 79,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 890 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1740 Dollar gehandelt. 

Die an dieser Stelle in den letzten Wochen permanent geäußerten Befürchtungen, dass es zu einer Eskalation der Lage im Nahen Osten und in Folge zu einer Beeinträchtigung der globalen Ölversorgung kommen könnte, sind nun leider wahr geworden. 
In Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels hat der Iran die Durchfahrt der Meerenge von Hormus blockiert bzw. beschränkt, indem Angriffe auf Handelsschiffe angedroht wurden.
Tatsächlich sollen nach aktueller Nachrichtenlage immer wieder einige Schiffe die Durchfahrt passieren, es sind dabei aber auch schon einzelne Frachter angegriffen bzw. beschossen worden. Derzeit stauen sich am Nadeöhr der internationalen Ölversorgung derzeit rund 200 Tanker, die mit Rohöl, Gas- und Ölproduktion beladen sind. Bleibt es bei der aktuellen Situation, fehlt dem globalen Ölmarkt aktuell rund ein Fünftel des täglichen Bedarfs.
Die Ölpreise sind erwartungsgemäß heute Morgen deutlich angestiegen, von einem Preisschock kann derzeit aber noch nicht gesprochen werden. Die alles entscheidende Frage für die weitere Entwicklung der Rohölpreise ist und bleibt, wie lange die Behinderungen andauern werden. Ein paar Tage wären aufgrund der Lagerbestände und der gesetzlichen Bevorratung durchaus gut zu verkraften. Eine Blockade über Wochen oder gar Monate würde sicherlich Teile der globalen Weltwirtschaft lahmlegen und einen wirtschaftlichen Schock verursachen.
Die gestern in den Medien immer wieder erwähnte Fördererhöhung durch die OPEC+ spielt in diesem Kontext zu gut wie keine Rolle, da die beschlossen Produktionssteigerung um gut 0,2 Millionen Barrel sehr gering ist und vor allem in den Ländern umgesetzt werden soll, die aufgrund der Blockade derzeit ohnehin nicht ausführen können.

Am Devisenmarkt hat der US-Dollar als "sicherer Hafen" heute Morgen im Vergleich zu allen anderen wichtigen Währungen zugelegt, so auch im Vergleich zum Euro. Bislang bleiben die Ausschläge aber im Grenzen und durchaus im Bereich üblicher Marktschwankungen.

Die Heizölpreise hierzulande starten, wie es zu erwarten war, mit kräftigen Aufschlägen in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 7 bis 10 Cent pro Liter in erwarten, nachdem der Handel bereits gestern und am Samstag deutlich Anpassungen vorgenommen hat. Die Schwankungsanfälligkeit der Notierungen wird in den nächsten Stunden und wohl auch Tage sehr hoch bleiben. Das große Glück im Unglück ist, dass sich die Heizperiode dem Ende neigt und viele Ölheizer diese sicherlich vorübergehenden Turbulenzen wohl aussitzen können.

Heizöl-Marktdaten

*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 02.03.2026, 10:10 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (27.02.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 02.03.2026, 10:10 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (27.02.2026, 22:59 Uhr)

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