Marktbericht vom 06.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den sehr starken Aufschlägen in dieser Woche gestern seitwärts bewegt. Da bislang in Asien ebenfalls noch keine klare Tendenz erkennbar ist, werden die Heizölpreise heute aller Voraussicht nach nur geringfügig höher in den Tag starten, dabei aber weiter recht schwankungsanfällig bleiben.
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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 85,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 1083 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar weiter behaupten und wird auch heute Morgen zu Kursen knapp oberhalb von 1,16 Dollar gehandelt.
Am mittlerweile sechsten Tag des Krieges im Nahen Osten blieb die Lage im Wesentlichen unverändert. Nach wie vor stauen sich die Öltanker vor der Meerenge von Hormus und somit können die Golfstaaten derzeit kaum Öl exportieren.
Vor allem Asien ist hier sehr stark betroffen, sodass auch seitens China der Druck auf den Iran immer größer werden dürfte. Mittlerweile werden aufgrund fehlender Lagerkapazitäten viel Produktionsanlagen am Persischen Golf heruntergefahren.
Der Krieg selbst nimmt immer größere Dimensionen an, nachdem die USA vor der Küste Sri Lankas ein iranisches Kriegsschiff versenkt haben und das iranische Regime nun auch Aserbaidschan unter Beschuss genommen hat.
Die Ausnahmesituation am Ölmarkt sorgt nicht nur dafür, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine fast in Vergessenheit geraten ist, sondern plötzlich auch russische Ölieferungen wieder gefragt und legitim sind. Zumindest will die US-Regierung Indien diesbezüglich eine Ausnahmeregelung für Öl gewähren, das bereits unterwegs ist und im März geliefert wird.
Auch ein Eingreifen der US-Regierung in den Futures-Handel wird derzeit diskutiert und geprüft, ohne dass es hier schon konkrete Hinweise gibt, wie dieses in der Praxis aussehen soll. Sehr wahrscheinlich ist hingegen die baldige Freigabe von strategischen Ölreserven, um auch auf diesem Weg den Anstieg der Ölpreise etwas einzudämmen.
Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum Dollar gestern weiter stabilisieren, fiel dabei zweitweise aber unter die 1,16-Dollar-Marke zurück. Neben dem Krieg in Nahost werden die Händler heute vor allem auf die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt in der EU und auf die neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA blicken.
Die Heizölpreise hierzulande könnten heute mit etwas Glück halbwegs stabil bleiben oder unter Umständen sogar leicht zurückgehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht bislang nur ein kleines Plus von unter einem Euro pro Liter erwarten. Bei sich weiter stabilisierenden Gasölpreisen und der aktuell wieder recht schwachen Nachfrage scheint regional durchaus auch ein leichtes Minus möglich zu sein.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 06.03.2026, 13:00 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (05.03.2026, 23:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 06.03.2026, 13:00 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (05.03.2026, 23:59 Uhr)
Die Ölpreise sind nach der Preisrallye der letzten Tagen gestern im frühen Handel deutlich zurückgefallen, um dann mit einsetzendem US-Handel wieder an Fahrt aufzunehmen. Heute Morgen geht es in Asien vor allem bei Gasöl bislang weiter steil bergauf.
Die Ölpreise sind gestern zunächst weiter deutlich angestiegen, im Laufe des Tages war aber eine Stabilisierung zu beobachten. Heute Morgen ziehen die Futures aber schon wieder etwas an. Bei den Heizöl-Notierungen sind ebenfalls Aufschläge zu erwarten.