Marktbericht vom 09.03.2026

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Marktbericht vom 09.03.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise gehen durch die Decke - Heizölpreise nochmals deutlich teuerer

09.03.2026, 08:14 Uhr von Josef Weichslberger
Keine Ende des Iran-Krieges in Sicht - Öl- und Heizölpreise explodieren!

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind mit einem kräftigen Kurssprung in die neue Handelswoche gestartet. Rohöl und Gasöl verteuerten sich im frühen asiatischen Handel teilweise um über 20 Prozent. Entsprechend ist heute leider auch bei den Heizöl-Notierungen mit einem weiteren kräftigen Anstieg zu rechnen.


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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 108 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 1320 Dollar. Der Eurofällt sich im Vergleich zum Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen knapp oberhalb von 1,1550 Dollar gehandelt. 

Während alle bislang von der US-Regierung großspurig angekündigten Schritte und Maßnahmen zur Eindämmung der Ölpreise bislang ausgeblieben sind, geht der Krieg im Nahen Osten mit unverminderter Härte weiter und die Öl-Futures haben heute Morgen den größten Sprung seit Kriegsausbruch gemacht.
Immer mehr Golf-Staaten müssen ihre Ölproduktion drosseln, da es mittlerweile an Lagerkapazitäten fehlt und der Abtransport über die Straße von Hormus weiterhin nicht möglich ist. Wann die Exporte hier wieder anlaufen werden, steht nach wie vor in den Sternen.
Der Druck auf den Iran dürfte aber immer größer werden. Vor allem von den Golf-Staaten selbst, aber auch in China werden die Sorgenfalten angesichts der Auswirkungen auf die Konjunkturentwicklung immer größer. 
Die Tatsache, dass der Sohn des getötete Staatsoberhaupt Chamenei nun in Teherean offiziell an der Macht ist, dürfte die Chancen auf eine diplomatische Einigung nicht unbedingt erhöhen, ebensowenig die aggressive Forderung von US-Präsident Trump nach einer bedingungslosen Kapitulation des Mullah-Regimes. 
Alle anderen Themen werden am Ölmarkt bis auf Weiteres eine stark untergeordnete Rolle spielen, so auch die Monatsberichte von EIA, OPEC und der IEA, die in dieser Woche wieder auf der Agenda stehen.

Auch am Devisenmarkt ist und bleibt der Iran-Krieg das bestimmende Thema. Der Dollar bleibt als Krisenwährung gesucht, außerdem dürfte die US-Konjunktur etwas resistenter gegen die hohen Ölpreise sein. Daher bleibt der Euro unter Druck und ist mittlerweile auf den niedrigsten Stand seit Ende November letzten Jahres gefallen.

Obwohl die Nachfrage nach Heizöl hierzulande völlig zum Erliegen gekommen ist, werden die Heizölpreise heute leider weiter kräftig ansteigen. Grund sind die gestiegenen Notierungen für Gasöl, aus dem ja auch Diesel hergestellt wird. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von 15 bis 20 Cent pro Liter erwarten, was aber nur eine Momentaufnahme ist.

Heizöl-Marktdaten

*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 09.03.2026, 10:10 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (06.03.2026, 23:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 09.03.2026, 10:10 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (06.03.2026, 23:59 Uhr)

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