Marktbericht vom 12.03.2026

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Marktbericht vom 12.03.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise ziehen trotz Freigabe strategischer Reserven wieder an - Heizölpreise folgen.

12.03.2026, 08:25 Uhr von Josef Weichslberger
Ölpreise schießen wieder nach oben - Heizölpreise starten mit massiven Aufschlägen

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben wieder an Fahrt aufgenommen, obwohl gestern eine Freigabe von strategischen Ölreserven beschlossen wurde. In Folge sind heute leider auch bei den Heizöl-Notierungen wieder massive Aufschläge zu erwarten.


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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 97,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 1170 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar wieder deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1550 Dollar gehandelt. 

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat sich gestern darauf verständigt, insgesamt bis zu 400 Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Notreserve freizugeben. Ein Großteil davon kommt mit 172 Millionen Fass aus den USA.
Für eine Beruhigung der Märkte sorgte dies aber nicht und schon gar nicht für einen Preisrückgang.
Geht man davon aus, dass dem Markt rund 20 Millionen Fass pro Tag durch die Blockade der Straße von Hormus fehlen, reicht dies gerade einmal für 20 Tage, um dieses Delta auszugleichen. Umso verständlicher ist es, dass die erwartete Reaktion des Handels bislang ausgeblieben ist.
Denn gleichzeitig deutet sich weiterhin kein Ende des Krieges ab und angesichts immer neuer Beschüsse und Drohnenangriffe auf Tanker und Ölanlagen scheinen die Sorgenfalten der Kriegsgegner des Iran immer größer zu werden. Die Mullahs haben den wunden Punkt der Weltwirtschaft getroffen und dies anscheinend auch schon länger vorbereitet.
An der weiterhin extrem angespannten Situation konnten gestern auch die im Großen und Ganzen eher neutral ausgefallenen DOE-Ölbestandsdaten wenig ändern. Auch der Monatsbericht der OPEC wurde von den Ölhändlern mehr oder weniger ignoriert.
Die alles in den Hintergrund drängende Frage ist und bleibt, wie lange die Durchfahrt durch die Meerenge von Hormus gesperrt bleibt.

Am Devisenmarkt erhielt der US-Dollar auch aufgrund der gestiegenen Ölpreise wieder Aufwind und der Euro fiel im Gegenzug deutlich auf Werte um 1,1550 Dollar zurück. Die US-Währung ist zudem als "sicherer Hafen" in Krisenzeiten scheinbar immer noch gesucht. Außerdem wird erwartet, dass die hohen Ölpreise der US-Wirtschaft weniger schaden könnten, als der Konjunktur in Europa.

Die Heizölpreise hierzulande springen in Reaktion auf den erneuten Anstieg der internationalen Ölpreise heute wieder deutlich nach oben. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 7 bis 10 Cent pro Liter erwarten. Natürlich kann sich das, je nach Nachrichtenlage aus dem Kriegsgebiet, jederzeit schnell wieder ändern. Die Nachfrage ist verständlicherweise nahezu zum Erliegen gekommen und die Ölheizer tragen durch dieses Verhalten und die eigene Lagerhaltung einen sicherlich nicht unwesentlichen Teil dazu bei, dass die aktuelle Lage nicht noch schlimmer ist.

Heizöl-Marktdaten

*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 12.03.2026, 10:00 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (11.03.2026, 23:40 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 12.03.2026, 10:00 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (11.03.2026, 23:40 Uhr)

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